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FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Andere nutzungsbezogene Einrichtungen

Facility Management: Industrie » Konzept » Dokumente » Andere nutzungsbezogene Einrichtungen

Dokumentation und Verwaltung für andere nutzungsbezogene Einrichtungen im Rahmen des industriellen Facility Managements.

Andere nutzungsbezogene Einrichtungen

Diese Dokumentationsübersicht beschreibt die erforderlichen vergabe-, planungs-, genehmigungs-, prüf- und betriebsbezogenen Unterlagen für sonstige nutzungsspezifische Anlagen im professionellen Facility Management in Deutschland. Diese Anlagen weisen häufig spezielle Nutzungsanforderungen, erhöhte Prüf- und Genehmigungspflichten sowie besondere arbeitsschutzrechtliche Relevanz auf (beispielsweise Bundeswehr- oder Schifffahrtsanlagen). Ziel der Dokumentation ist eine rechts-, norm- und revisionssichere Abwicklung von Vergabe, Planung, Betrieb und Instandhaltung sowie die dauerhafte Erfüllung der Betreiberpflichten in Gebäuden aller Art. Ein umfassendes Dokumentationssystem schafft Transparenz über alle Lebenszyklusphasen: von der Beschaffung über die Bauausführung bis zur Anlagenübergabe und Instandhaltung.

Systematische Einordnung nutzungsbezogener Einrichtungen

Angebot für Bauleistungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebot

Zweck & Scope

Wirtschaftliche und technische Beschreibung der angebotenen Leistungen

Relevante Regelwerke

VgV; VOB/A 2019

Wichtige Elemente

Leistungsbeschreibung
Einheitspreise
Ausführungsfristen
Nebenangebote

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praktische Nutzung

Grundlage für Vergabeentscheidung, Vertragsabschluss und Nachtragsprüfung

Erläuterung

Das Angebot ist das zentrale Dokument der Vergabephase. Es muss sämtliche im Leistungsverzeichnis geforderten Positionen mit eindeutigen Preisangaben enthalten. In der Regel beinhaltet es eine detaillierte Leistungsbeschreibung, die Einheitspreise (bzw. Pauschalpreise) für alle Teilleistungen sowie die Ausführungsfristen und gegebenenfalls Nebenangebote. Durch diese Aufstellung vermittelt das Angebot Transparenz über den Leistungsumfang und die Kostenstruktur aller angebotenen Leistungen. Dies ist entscheidend für die Vergleichbarkeit der Angebote und die Wahl des wirtschaftlichsten Bieters. Für das Facility Management dient das Angebot zudem als Basis für den späteren Vertragsschluss mit dem ausgewählten Auftragnehmer sowie für die Prüfung von Nachträgen und Kostenabweichungen. Das FM-Team kann anhand des Angebots den vereinbarten Leistungsumfang und die Preise nachverfolgen, um den rechtssicheren und wirtschaftlichen Ablauf der Bauausführung zu gewährleisten.

Anlagenbeschreibung Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Scope

Gesamtübersicht über Aufbau, Funktion und Betriebsweise der Anlage

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Anlagenkonzept
Hauptkomponenten
Betriebs- und Regelstrategie

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

FM-Übergabe, Betriebseinweisung, Störungsanalyse

Erläuterung

Die Anlagenbeschreibung verbindet Planung und Betrieb und dient als zentrales Referenzdokument. Gemäß HOAI wird sie im Rahmen der Entwurfs- und Genehmigungsplanung erstellt. Sie liefert eine umfassende Darstellung des Anlagenkonzepts, einschließlich aller Hauptkomponenten (z.B. Heizkessel, Kältemaschinen, Lüftungsgeräte, Pumpen, Automatisierung) sowie der Betriebs- und Regelungsstrategie (etwa Temperatur- und Druckführung, Steuerungslogik). Die Anlagenbeschreibung benennt zudem wesentliche Rahmenbedingungen und Schnittstellen: Dazu gehören bauliche Vorgaben (z.B. Raumanforderungen, Zugangsmöglichkeiten), funktionale Anforderungen (Leistungsdaten, Redundanzen) sowie relevante gesetzliche Bestimmungen (z.B. Energieeinsparverordnung, Brandschutz- und Umweltschutzauflagen). Ziel ist es, dem Facility Manager einen vollständigen Überblick über Aufbau und Funktionsweise der Anlage zu geben. So dient dieses Dokument bei der Übergabe und der Einweisung des Betriebspersonals als Nachschlagewerk und wird bei der Störungsanalyse und Optimierung herangezogen. Durch die umfassende Dokumentation der Konzeption und technischen Eckdaten unterstützt die Anlagenbeschreibung einen sicheren, wirtschaftlichen und normgerechten Betrieb der Anlage.

Ausschreibungs- und Vergabepläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungszeichnungen

Zweck & Scope

Technische Grundlage für die Angebotsabgabe

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Systemübersichten
Schnittstellen
Funktionsdarstellungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Leistungsabgrenzung, Vergleichbarkeit der Angebote

Erläuterung

Ausschreibungs- und Vergabepläne bilden die verbindliche technische Basis für die Angebotserstellung. Sie werden üblicherweise parallel zur Leistungsbeschreibung ausgegeben und sind Teil der HOAI-Leistungsphasen „Vorbereitung der Vergabe“. In diesen Plänen werden die wichtigen technischen Zusammenhänge dargestellt: Systemübersichten (z.B. für Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme), Schnittstellen zu anderen Gewerken sowie prinzipielle Funktions- oder Ablaufschemata. Durch die genaue Darstellung dieser Elemente wird sichergestellt, dass alle Bieter von identischen Rahmenbedingungen ausgehen. Das ermöglicht eine faire Vergleichbarkeit der Angebote und minimiert Interpretationsspielräume. Auf diese Weise werden Nachtragsrisiken reduziert, da Änderungen in der Ausführung nachvollziehbar auf die ursprünglichen Pläne zurückzuführen sind. Für das Facility Management ergeben sich dadurch klare Abgrenzungen der Leistungsverantwortung und eine solide Basis für den Angebotsvergleich.

Anlagen- und Assetbuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Assetbuch (Anlagenbuch)

Zweck & Scope

Strukturierte Erfassung aller technischen Anlagen und Ausrüstungen

Relevante Regelwerke

DIN 32835-1; VDI 6070-1; VDI-MT 3810-1

Wichtige Elemente

Anlagenkennzeichnung
Standort
Lebenszyklusdaten
Wartungshistorie

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praktische Nutzung

Instandhaltungsmanagement, Budgetierung, Audit- und Nachweisfähigkeit

Erläuterung

Das Anlagen- oder Assetbuch ist ein Kerninstrument des technischen Facility Managements. Es enthält eine strukturierte Übersicht über alle technischen Anlagen und Ausrüstungen (z.B. Maschinen, Aggregate, Steuerungseinheiten), jeweils mit eindeutiger Kennzeichnung (Inventarnummer oder Seriennummer), Standort, Inbetriebnahmedatum sowie Lebenszyklus- und Servicedaten. Gemäß den einschlägigen Richtlinien (etwa VDI 6070) und der DIN 32835 ist das Assetbuch regelmäßig zu aktualisieren und fortzuführen. Die Pflege des Assetbuchs liegt in der Verantwortung des Betreibers bzw. des FM-Teams. Durch die systematische Erfassung wird Transparenz über den gesamten Anlagenbestand geschaffen. Aus diesem Register lassen sich wichtige Informationen für das Instandhaltungsmanagement ableiten: etwa die Planung wiederkehrender Wartungen, die Budgetierung für Ersatzbeschaffungen oder Sanierungen sowie die Nachverfolgung von Garantie- und Gewährleistungsfristen. In Audits und behördlichen Prüfungen dient das Assetbuch als Nachweis über das Vorhandensein und den Zustand der technischen Anlagen.

Antrag auf behördliche Genehmigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Scope

Erlangung der behördlichen Zustimmung für genehmigungspflichtige Anlagen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Anlagenbeschreibung
Planunterlagen
Nachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA, Auftraggeber

Praktische Nutzung

Voraussetzung für Ausführung und rechtmäßigen Betrieb

Erläuterung

Für bestimmte technische Anlagen ist vor ihrer Errichtung oder Inbetriebnahme eine behördliche Genehmigung erforderlich. Beispiele sind etwa große Lüftungs- oder Heizungsanlagen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder Tanksysteme für wassergefährdende Stoffe. Im Rahmen der HOAI-Leistungsphasen erstellt der Fachplaner alle erforderlichen Unterlagen für den Genehmigungsantrag. Dies umfasst typischerweise eine detaillierte Anlagenbeschreibung, alle notwendigen technischen Zeichnungen (z.B. Installations- und Anschlusspläne) sowie ergänzende Nachweise (z.B. Brandschutznachweise, Schallschutznachweise, Energie- oder Statikberechnungen). Die Genehmigungsunterlagen werden bei der zuständigen Behörde (z.B. Bauaufsicht, Immissionsschutz- oder Wasserbehörde) eingereicht. Sie sind langfristig relevant, da die erteilten Genehmigungen Auflagen und Nebenbestimmungen enthalten (z.B. wiederkehrende Prüfungen oder Überwachungspflichten), die dauerhaft einzuhalten sind. Ohne die erforderliche behördliche Zustimmung darf die Anlage weder gebaut noch betrieben werden. Der Genehmigungsantrag ist somit eine unverzichtbare Voraussetzung für den rechtmäßigen Betrieb solcher Sonderanlagen.

Antrag auf Ausnahme von der Betriebssicherheitsverordnung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausnahmeantrag (BetrSichV)

Zweck & Scope

Abweichung von einzelnen Anforderungen der BetrSichV

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wichtige Elemente

Begründung
Ersatzmaßnahmen
Risikobewertung

Verantwortlich

Arbeitgeber

Praktische Nutzung

Gewährleistung des rechtskonformen Betriebs bei Sonderlösungen

Erläuterung

In der Praxis können bei speziell angepassten Anlagen einzelne Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) nur schwer erfüllt werden. In solchen Fällen kann der Arbeitgeber einen schriftlichen Ausnahmeantrag gemäß §19 BetrSichV stellen. Dieser Antrag muss ausführlich begründen, warum die Regelanforderungen abgewichen werden sollen, und nachweisen, wie ein mindestens gleichwertiges Schutzniveau erreicht wird. Zentrale Bestandteile sind eine systematische Risikobewertung und die Beschreibung alternativer Sicherheitsmaßnahmen. Beispielsweise kann anstelle einer festgelegten Schutzeinrichtung ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen werden, das durch verstärkte Prüfintervalle oder zusätzliche Schutzeinrichtungen für gleichen Arbeitsschutz sorgt. Der Antrag wird bei der zuständigen Behörde (z.B. Gewerbeaufsicht) eingereicht. Wird der Behörde nachgewiesen, dass die Ersatzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz gewährleisten, erteilt sie eine Ausnahmegenehmigung. So ermöglicht der Ausnahmeantrag den rechtssicheren Betrieb von Sonderanlagen, indem transparent dargelegt wird, wie trotz Abweichungen von den Standardvorgaben die Sicherheit sichergestellt wird.

Verzeichnis der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewährleistungsübersicht

Zweck & Scope

Überblick über Mängelansprüche und Fristen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Anlagenteile
Fristbeginn Fristende

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Mängelmanagement, Haftungssicherung

Erläuterung

Nach Abschluss von Bau- oder Instandhaltungsmaßnahmen bestehen für bestimmte Zeit Ansprüche wegen auftretender Mängel. Der Fachplaner oder das FM-Team erstellt im Rahmen der Abnahme eine Übersicht über alle relevanten Gewährleistungsfristen. In diesem Verzeichnis wird für jedes Anlagenteil vermerkt, wann die Frist zu laufen beginnt (in der Regel mit Abnahme) und wann sie endet. Beispielsweise beträgt die Gewährleistungsfrist nach VOB/B üblicherweise vier Jahre für Bauwerksteile und zwei Jahre für sonstige Leistungen. Durch die systematische Erfassung kann das Facility Management frühzeitig eventuelle Mängel erkennen und innerhalb der Fristen geltend machen. Dies ermöglicht ein aktives Mängelmanagement: Fristversäumnisse werden vermieden, und notwendige Nachbesserungen oder Schadensersatzforderungen können rechtzeitig rechtssicher durchgesetzt werden.

Prüfprotokolle für Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprotokolle für Arbeitsmittel

Zweck & Scope

Nachweis der ordnungsgemäßen Prüfung

Relevante Regelwerke

TRBS 1201; BetrSichV

Wichtige Elemente

Prüfumfang Prüfergebnisse Prüffristen

Verantwortlich

Befähigte prüfende Person

Praktische Nutzung

Erfüllung Betreiberpflichten, Auditfähigkeit

Erläuterung

Als Arbeitsmittel gelten Geräte und Ausrüstungen, die Mitarbeitern im Betrieb zur Verfügung gestellt werden (z.B. Werkzeuge, Maschinen oder Anlagen). Gemäß BetrSichV (§3, §14) und den zugehörigen Technischen Regeln (TRBS) sind diese Arbeitsmittel in regelmäßigen Abständen durch eine befähigte Person zu prüfen. Die Prüfprotokolle dokumentieren dabei den Umfang der Prüfung (z.B. Sichtkontrolle, Funktionsprüfung, technische Messung), die festgestellten Ergebnisse und das Datum bzw. die Frist für die nächste Prüfung. So hält das Facility Management nachweisbar fest, dass alle Arbeitsmittel ordnungsgemäß inspiziert wurden. Diese Protokolle sind wichtig, um gegenüber Behörden und Auditoren zu belegen, dass die Betreiberpflichten erfüllt sind. Gleichzeitig unterstützen sie das interne Instandhaltungsmanagement, indem erkannte Mängel festgehalten und Wartungsmaßnahmen geplant werden können.

Prüf- und Messprotokolle für elektrische Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Elektrische Prüf- und Messprotokolle

Zweck & Scope

Nachweis der elektrischen Sicherheit

Relevante Regelwerke

DGUV Vorschrift 3; VDE 0701/0702; DGUV Information 203-070/071

Wichtige Elemente

Messwerte
Bewertung (Bestanden/Nicht bestanden)
Prüftermin

Verantwortlich

Befähigte Elektrofachkraft

Praktische Nutzung

Arbeitssicherheit, wiederkehrende Prüfungen

Erläuterung

Elektrische Betriebsmittel müssen in festgelegten Abständen auf ihre Sicherheit geprüft werden. Nach DGUV Vorschrift 3 (früher BGV A3) werden ortsfeste Installationen und ortsveränderliche Geräte von befähigten Elektrofachkräften geprüft. Für tragbare Geräte und Anschlussleitungen gelten die Anforderungen der DIN VDE 0701/0702 (nach Instandsetzung und in regelmäßigen Intervallen). Die Prüf- und Messprotokolle halten alle relevanten Messergebnisse (z.B. Isolationswiderstand, Schutzleiter-Widerstand) fest sowie die Beurteilung (Bestanden/Nicht bestanden) und die Termine für die nächsten Prüfungen. Damit wird dokumentiert, dass die elektrischen Anlagen den geltenden Sicherheitsvorschriften entsprechen. Diese Protokolle sind daher wesentliche Nachweise im Arbeitsschutz. Sie sind bei jeder Wiederholungsprüfung zu aktualisieren und zu archivieren, sodass über die Zeit eine lückenlose Dokumentation der elektrischen Sicherheit vorliegt.

Messungen an der Technischen Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Messprotokolle

Zweck & Scope

Nachweis der Leistungsfähigkeit und Soll-Ist-Abweichungen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Leistungsdaten
Funktionsprüfungen
Messergebnisse
Leistungsdaten

Verantwortlich

Fachplaner / TGA-Ingenieur

Praktische Nutzung

Abnahme, Optimierung, Betriebskontrolle

Erläuterung

Funktion und Leistung der technischen Ausrüstung werden im Zuge der Inbetriebnahme und Abnahme durch Messungen dokumentiert. Nach HOAI ist der Planer bzw. Ingenieur daran beteiligt, Leistungsmessungen durchzuführen. Diese Messungen zeigen, ob die Anlage entsprechend den Vorgaben arbeitet. Typische Prüfungen erfassen zum Beispiel Luftvolumenströme, Temperaturen, Drücke oder Fördermengen in HLK-Systemen sowie Auslegungsgrößen von Heizkesseln, Pumpen oder Wärmetauschern. Die Messergebnisse werden in Protokollen festgehalten und mit den Sollwerten verglichen. So lassen sich Abweichungen erkennen und bereits bei der Abnahme korrigieren. Auch im laufenden Betrieb liefern periodische Messungen (z.B. von Energieverbräuchen und Effizienzwerten) wichtige Daten für die Optimierung der Anlage und die Leistungskontrolle. Die Messprotokolle bilden somit die Grundlage für die endgültige Abnahme der Anlage sowie für spätere Anpassungen und Effizienzverbesserungen.

Ausführungs- / Konstruktionspläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- / Konstruktionspläne

Zweck & Scope

Detaillierte Darstellung der technischen Ausführung nutzungsspezifischer Anlagen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Geräte- und Leitungsanordnung
Befestigungen
Einbau- und Wartungsräume

Verantwortlich

Zeichner / Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Bauausführung, Abnahme, Revisionsunterlagen

Erläuterung

Die Ausführungs- und Konstruktionspläne sind zeichnerische Unterlagen, welche die endgültige Umsetzung der technisch-nutzungsspezifischen Anlagen darstellen. Im Gegensatz zu Entwurfsplänen enthalten sie bereits alle Maße und technischen Details (z.B. Wandöffnungen, Raumhöhen, Geräteplatzierungen). Nach HOAI gehört zur Leistungsphase 5 die Erarbeitung der Ausführungsplanung mit allen für die Ausführung erforderlichen zeichnerischen Angaben. Die fertiggestellten Pläne dienen als Basis für die Montage, die Inbetriebnahme und die abschließende Bauabnahme. Sie müssen bei Änderungen als Referenz erhalten bleiben und bilden wichtige Revisionsunterlagen im Facility Management.

Berechnung und Auslegung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Berechnungs- und Auslegungsnachweis

Zweck & Scope

Festlegung des technischen Grundkonzepts

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Lastannahmen
Dimensionierung
Funktionsprinzip

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Entscheidungsgrundlage, Genehmigungsfähigkeit

Erläuterung

In der Entwurfsplanung (LPH 3) wird ein belastbares technisches Grundkonzept erarbeitet, das alle projektspezifischen Anforderungen berücksichtigt. Dazu gehören die Festlegung der Lastannahmen und des Funktionsprinzips der Anlage sowie erste Dimensionierungsberechnungen. Anhand dieser überschlägigen Nachweise werden Hauptkomponenten und Leistungswerte (z.B. hydraulische Leistung, Heizlast, Luftvolumenstrom) vorbemessen. Diese LPH 3-Berechnungen schaffen Planungssicherheit und bilden die Grundlage für Genehmigungsverfahren und Kostenschätzungen.

Berechnung und Auslegung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungsreife Berechnung

Zweck & Scope

Detaillierte technische Dimensionierung

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

exakte Dimensionen Komponentenwahl Sicherheitsreserven

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Grundlage für Montage und Inbetriebnahme

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (LPH 5) werden die Berechnungen aus LPH 3 verfeinert und alle Dimensionen exakt festgelegt. Es finden detaillierte statisch-, hydraulisch- und energetische Nachweise für alle Komponenten statt, und es werden konkrete Bauteile unter Berücksichtigung der Herstellerdaten ausgewählt. Dabei werden ausreichende Sicherheitsreserven berücksichtigt. Diese ausführungsgerechten Berechnungen fließen in die endgültigen Planunterlagen ein. Nur auf Basis dieser präzisen Auslegungsnachweise können detaillierte Stücklisten erstellt und verbindliche Kostenvoranschläge kalkuliert werden.

Berechnung und Auslegung – LPH 7 (Vergabeergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabeabgleich / Berechnungsfortschreibung

Zweck & Scope

Abgleich Planung mit beauftragter Leistung

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18379 (VOB/C)

Wichtige Elemente

Herstellerdaten Abweichungen Gleichwertigkeitsnachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung

In der Vergabephase (LPH 7) gleicht der Fachplaner die genehmigte Planung mit den eingegangenen Angeboten und den vom Auftragnehmer vorgesehenen Lösungen ab. Gegebenenfalls werden Berechnungen aktualisiert und überprüft, ob Abweichungen vorliegen. Für Ersatzprodukte oder Änderungen sind Gleichwertigkeitsnachweise zu führen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die beauftragte Anlage der genehmigten Auslegung entspricht. Diese Fortschreibung bildet die Grundlage für Vertrags- und Gewährleistungsmanagement.

Lebenszykluskostenberechnung (LCC)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lebenszykluskostenberechnung

Zweck & Scope

Bewertung der Kosten über Investition, Betrieb und Instandhaltung

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Investitionskosten Betriebs- und Wartungskosten Ersatzzyklen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Betreiberentscheidungen, Budgetplanung

Erläuterung

Die Lebenszykluskostenberechnung erfasst sämtliche Kosten, die über die Lebensdauer einer Anlage anfallen – von der Investition über Betrieb und Wartung bis hin zum späteren Rückbau. Erst durch diese ganzheitliche Betrachtung erhält man ein vollständiges Bild der langfristigen Wirtschaftlichkeit. Die LCC-Analyse hilft Betreibern bei Investitionsentscheidungen und der Budgetplanung, indem sie transparent darstellt, wie sich Investitions- und Betriebskosten über den gesamten Nutzungszyklus verteilen.

Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestands- und Revisionsunterlagen

Zweck & Scope

Dokumentation des Ist-Zustands inkl. Anpassungsberechnungen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Revisionspläne aktualisierte Berechnungen Systemänderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Betrieb, Umbauten, Prüfungen

Erläuterung

Nach Fertigstellung der Anlage werden alle technischen Unterlagen auf den tatsächlichen Ist-Zustand aktualisiert. Die Bestands- und Revisionsunterlagen dokumentieren sämtliche Änderungen gegenüber den ursprünglichen Plänen – wie abweichende Leitungsführungen oder geänderte Bauteile – und enthalten ggf. aktualisierte Berechnungen. Diese Dokumentation dient als wertvolle Grundlage für den laufenden Betrieb, für spätere Umbauten und für Prüfungen durch Behörden. Vollständige und gut strukturierte Unterlagen schaffen Transparenz, beschleunigen die Störungsbehebung und tragen entscheidend zur langfristigen Werterhaltung bei.

Bestellung befähigter Personen für Prüfungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestellungsnachweis „befähigte Person“

Zweck & Scope

Sicherstellung fachkundiger Prüfungen von Arbeitsmitteln

Relevante Regelwerke

VDI 4068-1

Wichtige Elemente

Qualifikation Aufgabenbereich Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Rechtssicherheit, Auditnachweis

Bestellung von Koordinatoren (Fremdfirmen / Gefahrstoffe)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Koordinatorenbestellung

Zweck & Scope

Koordination von Arbeiten mit erhöhten Risiken

Relevante Regelwerke

BetrSichV; DGUV-Information 215-830; GefStoffV

Wichtige Elemente

Zuständigkeiten Schnittstellen Weisungsbefugnisse

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Arbeitssicherheit, Haftungsminimierung

Erläuterung

Arbeiten Beschäftigte mehrerer Firmen am selben Ort zusammen, ist nach §6 der DGUV Vorschrift 1 (und DGUV-Information 215-830) ein Fremdfirmenkoordinator zu bestellen, um gegenseitige Gefährdungen auszuschließen. Der Koordinator stimmt Arbeitsabläufe ab, regelt Schnittstellen zwischen den Firmen und verfügt über entsprechende Weisungsbefugnisse. Auch die Gefahrstoffverordnung (§15 GefStoffV) verlangt die Bestellung eines Koordinators bei Tätigkeiten mit gefährlichen Stoffen. Diese Maßnahmen erhöhen die Arbeitssicherheit und reduzieren Haftungsrisiken.

Betriebsanweisungen für Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanweisung

Zweck & Scope

Sicherer Betrieb und bestimmungsgemäße Nutzung

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wichtige Elemente

Gefährdungen Schutzmaßnahmen Verhalten bei Störungen

Verantwortlich

Hersteller

Praktische Nutzung

Unterweisung, Arbeitsschutz

Erläuterung

Die BetrSichV schreibt vor, dass vor der ersten Verwendung jedes Arbeitsmittels eine schriftliche Betriebsanweisung vorliegen muss. Sie fasst alle Gefahren bei der Benutzung des Arbeitsmittels zusammen und beschreibt erforderliche Schutzmaßnahmen sowie Verhaltensregeln (z.B. bei Störungen oder Unfällen). Sofern eine Hersteller-Bedienungsanleitung alle nötigen Hinweise enthält, kann sie als Betriebsanweisung verwendet werden. Die Betriebsanweisung muss bei jeder sicherheitsrelevanten Änderung am Arbeitsmittel aktualisiert werden.

Betriebs- und Sicherheitsinformationen für elektrische Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Sicherheitsanleitung

Zweck & Scope

Elektrische Sicherheit und ordnungsgemäßer Betrieb

Relevante Regelwerke

Richtlinie 2014/35/EU; 1. ProdSV

Wichtige Elemente

Warnhinweise Bedienung Wartung Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Hersteller

Praktische Nutzung

Prüfungen, Unterweisungen, Störungsmanagement

Erläuterung

Für elektrische Geräte schreibt die Niederspannungsrichtlinie (EU-RL 2014/35/EU, umgesetzt in der 1. ProdSV) vor, dass jedem Gerät eine deutschsprachige Betriebsanleitung mit Warn- und Sicherheitshinweisen beizulegen ist. Diese Anleitung enthält Angaben zum sicheren Betrieb, zur Wartung und zum Verhalten im Notfall. Sie ist Teil der Produktsicherheitsdokumentation und muss den Nutzern zugänglich gemacht werden. Bei Prüfungen elektrischer Anlagen sind diese Unterlagen den Prüfern vorzulegen.

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Interdisziplinäre Betriebsanleitung

Zweck & Scope

Gewerkeübergreifende Beschreibung des sicheren und bestimmungsgemäßen Betriebs

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 6026

Wichtige Elemente

Betriebszustände Schnittstellen zwischen Gewerken Notfall- und Störfallkonzepte Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Zentrale Referenz für Betrieb, Unterweisung und Koordination

Erläuterung

Die interdisziplinäre Betriebsanleitung fasst alle relevanten Betriebsinformationen zu einer komplexen Anlage zusammen. Die VDI-Richtlinie 6026 schreibt vor, dass FM-Dokumentationen Betriebsanleitungen, Steuer- und Regelbeschreibungen sowie Notfall- und Alarmpläne enthalten müssen, damit das FM-Team die technischen Anlagen sicher betreiben und Störungen beherrschen kann. Indem Schnittstellen zwischen den Gewerken und Verantwortlichkeiten eindeutig beschrieben werden, lassen sich Koordinations- und Bedienfehler vermeiden. Die Erstellung erfolgt durch den Fachplaner TGA im Rahmen der Planung nach HOAI. Im Betrieb dient die Anleitung als übergeordnetes Nachschlagewerk für das Betriebspersonal, zur Unterweisung und als Referenz bei internen und externen Prüfungen.

Betriebsanweisung für Arbeitsmittel (Arbeitsschutz)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanweisung

Zweck & Scope

Festlegung sicherer Arbeitsweisen beim Umgang mit Arbeitsmitteln

Relevante Regelwerke

DGUV Information 205-001; Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

Wichtige Elemente

Gefährdungen
Schutzmaßnahmen
Verhalten bei Störungen
Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Unterweisung, Arbeitsschutzkontrollen, Nachweis gegenüber Behörden

Erläuterung

Die Betriebsanweisung ist ein zentrales Instrument des Arbeitsschutzes. § 12 BetrSichV verlangt, dass der Arbeitgeber Beschäftigten vor der Benutzung von Arbeitsmitteln eine schriftliche Betriebsanweisung in verständlicher Sprache zur Verfügung stellt und diese bei wesentlichen Veränderungen aktualisiert. Die BG RCI erläutert, dass eine Betriebsanweisung die vorhandenen Gefährdungen, die erforderlichen Schutzmaßnahmen, das Verhalten bei Störungen, Erste-Hilfe-Maßnahmen und die erforderliche PSA beschreiben muss und am Arbeitsplatz in Deutsch verfügbar sein sollte. Sie dient als verbindliche Anleitung für sicheres Arbeiten, Grundlage für Unterweisungen und als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden.

Betriebsbuch / Betriebsprotokoll

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsbuch

Zweck & Scope

Laufende Dokumentation von Betrieb, Störungen und Maßnahmen

Relevante Regelwerke

VDI 3810

Wichtige Elemente

Betriebszeiten
Störungen
Wartungen
Prüfungen

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praktische Nutzung

Auditfähigkeit, Erfüllung der Betreiberpflichten, Trendanalyse

Erläuterung

Das Betriebsbuch dokumentiert chronologisch alle wesentlichen Betriebsereignisse. Die VDI-Richtlinie 3810 fordert, dass der Betreiber alle Störungen, eingeleiteten Maßnahmen und besonderen Vorkommnisse im Betriebsbuch festhält. Diese fortlaufende Aufzeichnung umfasst auch Wartungsarbeiten und Prüfungen und sichert die Nachweisfähigkeit gegenüber Versicherern, Prüfern und Behörden. Darüber hinaus ermöglicht das Betriebsbuch eine Trendanalyse, um Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und die Zuverlässigkeit der Anlage zu verbessern.

Betriebskostenberechnung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebskostenberechnung

Zweck & Scope

Prognose und Bewertung laufender Kosten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Energie Wartung Prüfungen Ersatzteile

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Budgetierung, Kostencontrolling, Variantenvergleich

Erläuterung

Die Betriebskostenberechnung wird in der HOAI als Kostenberechnung definiert. Die Verordnung schreibt vor, dass die Kosten aus der Entwurfsplanung abzuleiten sind und eine Mengenermittlung sowie erläuternde Erläuterungen enthalten müssen. Bei Anwendung der DIN 276 sind die Kosten in Kostengruppen mindestens in der zweiten Ebene zu strukturieren. Für das FM dient die Betriebskostenberechnung als Grundlage zur Budgetierung, zum Variantenvergleich und zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit verschiedener Betriebsstrategien.

Brandschutz- / Brandfallsteuermatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Brandschutz-/Steuermatrix

Zweck & Scope

Darstellung aller Auslöse- und Reaktionsketten im Brandfall

Relevante Regelwerke

VDI 3819-3; HOAI; Brandschutzkonzept

Wichtige Elemente

Auslöser
Systemreaktionen
Abhängigkeiten
Schnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Brandschutz

Praktische Nutzung

Funktionsprüfungen, Feuerwehr- und Sachverständigenabnahmen

Erläuterung

Die Brandfallsteuermatrix (auch Brandfallsteuertabelle) bildet die deterministischen Auslöse- und Reaktionsketten aller sicherheitsrelevanten Anlagen ab. Nach den Hinweisen der Stadt Neuss ist die Erstellung der Matrix komplex und muss auf Grundlage des Brandschutzkonzepts erfolgen; sie umfasst alle durch die Brandmeldeanlage angesteuerten Systeme – etwa Alarmierungsanlagen, automatische Löschanlagen, RWA-Geräte, Lüftungsabschaltungen und Aufzüge. Die Matrix dient als zentrale Koordinationsgrundlage für Funktionsprüfungen und Abnahmen durch Feuerwehr und Sachverständige. Durch ihre klare Darstellung der Wirklogik kann der ordnungsgemäße Betrieb im Brandfall gewährleistet und nachgewiesen werden.

Lösungsdarstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Lösungsdarstellung

Zweck & Scope

Visualisierung der umsetzungsreifen technischen Lösung

Relevante Regelwerke

HOAI

Wichtige Elemente

Systemaufbau
Geräteanordnung
Leitungsführung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Montagekoordination, Qualitätssicherung

Erläuterung

Die Leistungsphase 5 der HOAI (Ausführungsplanung) beinhaltet die detaillierte grafische Darstellung der technischen Lösung. Sie umfasst die endgültigen Grundrisse, Schnitte und Ansichten sowie Detailzeichnungen mit Angaben zu Materialien, Abmessungen, Toleranzen und Bearbeitungshinweisen, wodurch die Ausführung koordiniert und Fehlinterpretationen vermieden werden. Die präzise Ausführungsplanung bildet die Grundlage für die Montagekoordination und sorgt dafür, dass die Qualität und Funktionalität der Anlage gemäß Planung umgesetzt werden.

Lösungsbeschreibung – LPH 7 (Vergabeergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Lösungsbeschreibung

Zweck & Scope

Textliche Dokumentation der beauftragten Systemlösung

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18379; DIN 18381 (VOB/C)

Wichtige Elemente

Herstellerdaten
Abweichungen zur Planung
Gleichwertigkeitsnachweise
Herstellerdaten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Vertrags-, Gewährleistungs- und Betriebsmanagement

Erläuterung

Die technische Lösungsbeschreibung fasst die in LPH 7 beauftragte Systemlösung textlich zusammen und dokumentiert Abweichungen zur Entwurfsplanung. Nach DIN 18379 (Raumlufttechnische Anlagen) muss der Auftragnehmer dem Auftraggeber bei der Abnahme Funktions- und Strangschemata, elektrische Übersichtsschaltpläne, Zusammenstellungen technischer Daten, Kopien der vorgeschriebenen Prüf- und Herstellerbescheinigungen, alle für einen sicheren Betrieb erforderlichen Bedienungs- und Wartungsanleitungen sowie ein Protokoll über die Einweisung des Wartungs- und Bedienungspersonals übergeben. DIN 18380 und DIN 18381 regeln ähnliches für Heizungs-, Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen und fordern unter anderem Protokolle über Druckprüfungen, Abgasmessungen und die Einweisung des Bedienpersonals. Diese umfassenden Unterlagen dienen als Vertragsnachweis, erleichtern das Gewährleistungsmanagement und gewährleisten einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb.

Datenerhebung, Analyse und Optimierung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Analyse- und Optimierungsbericht

Zweck & Scope

Bewertung und Verbesserung der Anlagenperformance

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 3810; VDI 6026

Wichtige Elemente

Betriebsdaten
Schwachstellen
Optimierungsmaßnahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Effizienzsteigerung, Anpassung an Nutzungsänderungen

Erläuterung

Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess gehört zum professionellen FM. Die VDI 3810 betont, dass Verbesserungsmaßnahmen technischer, organisatorischer oder prozessualer Art umgesetzt und dokumentiert werden sollen, um die Zuverlässigkeit, Sicherheit oder Wirtschaftlichkeit der Anlagen zu erhöhen. Datenerhebung und Analyse erfassen Betriebsparameter, identifizieren Schwachstellen und leiten Optimierungsmaßnahmen ab, die beispielsweise energieeffiziente Komponenten oder digitalisierte Wartungsprozesse beinhalten. Solche Berichte bilden die Grundlage für Entscheidungen über Modernisierungen und Anpassungen an geänderte Nutzungsanforderungen.

Wartungs- und Instandhaltungsunterlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungsdokumentation

Zweck & Scope

Festlegung und Nachweis regelmäßiger Instandhaltungsmaßnahmen

Relevante Regelwerke

DIN EN 13460

Wichtige Elemente

Wartungsintervalle
Prüfpunkte
Maßnahmen

Verantwortlich

Betreiber / Wartungsdienst

Praktische Nutzung

Betriebssicherheit, Audit- und Versicherungsnachweise

Erläuterung

Die europäische Norm DIN EN 13460 legt allgemeine Leitlinien für Dokumente fest, die der Instandhaltung dienen. Sie fordert, dass technische Dokumente wie Datenblätter, Betriebs- und Wartungshandbücher sowie Schaltpläne spätestens vor der Inbetriebnahme zur Verfügung stehen, um Wartung und Instandhaltung zu unterstützen. Während der Nutzungsphase entstehen weitere Dokumente wie Wartungsprotokolle, Störfallberichte und Inspektionsnachweise. Die Norm verlangt, dass alle relevanten Dokumente zugänglich, langfristig abrufbar und eindeutig versioniert sind und Änderungen nur über einen kontrollierten Änderungsprozess erfolgen dürfen. Im FM werden diese Dokumente zur Erstellung von Wartungs- und Prüfplänen, als Nachweis gegenüber Prüforganisationen und Versicherungen und zur Steuerung der Instandhaltungsprozesse verwendet.

Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Nachweisdokumentation

Zweck & Scope

Nachweis der fachgerechten Ausführung von Dämm- und Brandschutzmaßnahmen

Relevante Regelwerke

DIN 18421 (VOB/C ATV); DIN 18379; DIN 18381; VDI 6026

Wichtige Elemente

Materialien
Feuerwiderstand
Befestigungen
Produktzulassungen
Wartungsanweisungen

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praktische Nutzung

Abnahme, Betriebssicherheit, Nachweisführung

Erläuterung

Für Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen fordert die ATV DIN 18421, dass der Auftragnehmer die fachgerechte Ausführung durch eine ausführliche Dokumentation belegt. Diese muss Materialkennzeichnungen, Feuerwiderstandsklassen, Befestigungsarten und Produkte mit Zulassungen (z. B. DIBt-Zulassungen, CE-Kennzeichnungen) enthalten, um die Konformität mit den Bauordnungen nachzuweisen. Ergänzend verlangen DIN 18379 und DIN 18381, dass alle für den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb erforderlichen Bedienungs- und Wartungsanleitungen, Prüf- und Herstellerbescheinigungen, Druckprüfprotokolle und Einweisungsprotokolle übergeben werden. Wartungsanweisungen müssen Intervalle, Prüfschritte und Verantwortlichkeiten definieren und sich an VDI 6026 orientieren. Diese Dokumentation ist für die Abnahme durch Sachverständige, die Sicherstellung des baulichen Brandschutzes und den dauerhaften Betrieb unverzichtbar.

Dokumentation der Voraussetzungen für das vereinfachte Verfahren

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Dokumentation „Vereinfachtes Verfahren“

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis, dass die Voraussetzungen zur Anwendung des vereinfachten Verfahrens erfüllt sind

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Beschreibung des Arbeitsmittels
Nutzungsbedingungen|
Ausschluss besonderer Gefährdungen
Begründung der Vereinfachung

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Reduzierter Prüf- und Dokumentationsaufwand bei gleichzeitiger Rechtssicherheit

Erläuterung

Die Dokumentation des vereinfachten Verfahrens dient der Nachvollziehbarkeit, dass die strengen Voraussetzungen des § 7 BetrSichV erfüllt sind. Nach diesen Vorgaben darf der Arbeitgeber zusätzliche Prüfungen einsparen, wenn das Arbeitsmittel den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht, bestimmungsgemäß genutzt wird und keine weiteren Gefährdungen auftreten. Die Dokumentation enthält daher in der Regel eine ausführliche Beschreibung des Arbeitsmittels, der genauen Nutzungsbedingungen sowie eine Begründung, warum keine besonderen Gefährdungen zu erwarten sind. Ist diese Dokumentation vollständig und korrekt, reduziert sich damit der Prüf- und Dokumentationsaufwand erheblich, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Fehlt die Dokumentation oder ist sie unvollständig, müssen die Prüfungen im normalen Umfang stattfinden.

Dokumentation der durchgeführten Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gefährdungsbeurteilung

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Ermittlung und Bewertung aller relevanten Gefährdungen

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Gefährdungsarten
Risikobewertung Schutzmaßnahmen Restrisiken

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Basis für Schutzkonzept, Prüfplanung und Unterweisungen

Erläuterung

Die Gefährdungsbeurteilung ist ein zentrales Element der Betreiberpflichten und bildet die Grundlage für alle nachfolgenden Schutzmaßnahmen. Dabei werden systematisch alle Gefährdungen erfasst, die bei der Verwendung des Arbeitsmittels auftreten können (z. B. mechanische, elektrische, thermische oder chemische Gefährdungen) und bewertet. Auf dieser Basis werden konkrete Schutzmaßnahmen erarbeitet und dokumentiert. Die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung umfasst mindestens die ermittelten Gefährdungsarten, die festgelegten Schutzmaßnahmen sowie Angaben dazu, wie die Prüfungen durchgeführt werden sollen. Sie dient als Basis für das betriebliche Schutzkonzept, die Prüfplanung und die Unterweisung der Beschäftigten. Die Gefährdungsbeurteilung muss regelmäßig überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden, insbesondere wenn sich Einsatzbedingungen oder Arbeitsverfahren ändern.

Festlegung der Anforderungen an befähigte Personen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anforderungsdefinition „befähigte Person“

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung fachkundiger Prüfungen

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Fachkenntnisse Berufserfahrung zeitnahe berufliche Tätigkeit

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Rechtssichere Prüferbestellung, belastbare Prüfergebnisse

Erläuterung

Nach § 3 Abs. 6 BetrSichV muss der Arbeitgeber festlegen, welche Qualifikationen eine zur Prüfung befähigte Person erfüllen muss. Typischerweise gehören hierzu eine einschlägige technische Ausbildung, mehrjährige Berufserfahrung in dem Prüfgebiet sowie eine aktuelle berufliche Tätigkeit. Beispielsweise werden Meister-, Techniker- oder Ingenieurabschlüsse sowie Nachweise über spezielle Prüferschulungen verlangt. Durch die klare Definition dieser Anforderungen wird sichergestellt, dass Prüfungen nur von qualifizierten und sachkundigen Personen durchgeführt werden. Dadurch wird die Zuverlässigkeit und Rechtssicherheit der Prüfergebnisse gewährleistet und unzulässige Prüfungen vermieden.

Festlegung von Art, Umfang und Fristen der Prüfungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfkonzept

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Planung aller erforderlichen Prüfungen

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Erst-, wiederkehrende und anlassbezogene Prüfungen
Prüfumfang
Prüffristen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Prüfplanung, Fristenkontrolle, Auditfähigkeit

Erläuterung

Im Prüfkonzept wird festgelegt, welche Prüfungen an den Arbeitsmitteln erforderlich sind und in welchen Abständen sie stattfinden müssen. Dies umfasst unter anderem die Erstprüfung vor Inbetriebnahme sowie wiederkehrende Prüfungen oder Prüfungen nach besonderen Anlässen (z. B. wesentliche Änderungen oder nach einem Schaden). Für jede Prüfungsart werden Umfang (betroffene Bauteile und Messpunkte) und Fristen definiert. Gemäß BetrSichV müssen die Fristen so gewählt werden, dass das Arbeitsmittel bis zur nächsten Prüfung sicher genutzt werden kann. Ein strukturiertes Prüfkonzept ermöglicht eine risikobasierte, fristgerechte Überwachung aller Arbeitsmittel und dient als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden und Auditoren.

Nachweis der fachlichen Qualifikation zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Qualifikationsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung fachkundiger Gefährdungsbeurteilungen

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Ausbildung
Schulungen
Fortbildungen

Verantwortlich

Bildungsträger; Nachweisführung durch Arbeitgeber

Praktische Nutzung

Audit- und Rechtssicherheit

Erläuterung

Der Arbeitgeber muss nachweisen können, dass die Personen, die eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, über die notwendige Fachkunde verfügen. Insbesondere bei komplexen oder sicherheitsrelevanten Anlagen ist dieser Nachweis wichtig. In der Praxis bedeutet dies, dass Zeugnisse, Zertifikate und Teilnahmebestätigungen zu relevanten Aus- und Fortbildungen gesammelt und dokumentiert werden. Bei Audits oder behördlichen Überprüfungen wird oft nach diesen Qualifikationsnachweisen gefragt. Eine vollständige Dokumentation der Qualifikationen schafft die notwendige Rechtssicherheit bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilungen.

Eignungsnachweis des Leistungserbringers

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Eignungsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachlichen, technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

Relevante Regelwerke

VOB/A 2019

Wesentliche Inhalte

Referenzen
Fachpersonal
technische Ausstattung

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praktische Nutzung

Vergabeentscheidung, Haftungsminimierung

Erläuterung

Der Eignungsnachweis wird im Rahmen des Vergabeverfahrens vorgelegt und dient dem Auftraggeber als Nachweis dafür, dass der Bieter über die erforderliche Leistungsfähigkeit verfügt. Typischerweise umfasst er Referenzlisten früherer, vergleichbarer Projekte, Angaben zum qualifizierten Personal sowie Nachweise über die technische Ausstattung des Unternehmens. Anhand dieser Informationen kann der Auftraggeber die fachliche und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bieters beurteilen. Ein vollständiger Eignungsnachweis minimiert das Risiko, dass unerfahrene oder unterqualifizierte Auftragnehmer den Zuschlag erhalten und verringert dadurch mögliche Haftungs- und Qualitätsrisiken.

Dokumentation des Vergabeverfahrens

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabedokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis eines ordnungsgemäßen Vergabeverfahrens

Relevante Regelwerke

VgV; VOB/A 2019; UVgO; HOAI

Wesentliche Inhalte

Verfahrensart
Wertung
Zuschlagsentscheidung

Verantwortlich

Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Rechtssicherheit, Nachprüfungsverfahren

Erläuterung

In der Vergabedokumentation wird der gesamte Beschaffungsprozess transparent und nachvollziehbar festgehalten. Dazu gehören die gewählte Verfahrensart (z. B. öffentliche Ausschreibung oder Verhandlungsverfahren), die Teilnahme- und Wertungskriterien sowie die Dokumentation der Wertung und der Zuschlagsentscheidung. Öffentliche Auftraggeber sind gesetzlich verpflichtet, diese Unterlagen sorgfältig zu führen. Eine vollständige Vergabedokumentation belegt, dass das Verfahren ordnungsgemäß und vergaberechtlich korrekt abgelaufen ist. Sie schützt den Auftraggeber vor Einsprüchen und ermöglicht im Fall einer Überprüfung eine lückenlose Nachvollziehbarkeit.

Mengenermittlung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mengenermittlungsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Quantitative Erfassung der technischen Komponenten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Mengenansätze
Zuordnung zu Anlagenteilen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Kostenberechnung, Abrechnung, Nachträge

Erläuterung

Bei der Mengenermittlung werden alle benötigten Mengen für die Anlagenteile (z. B. Meter Rohrleitungen, Quadratmeter Dämmung, Stückzahl von Geräten) erfasst. Dies bildet eine wichtige Grundlage für die Kostenermittlung und spätere Abrechnung. Der Fachplaner sammelt die Mengen und ordnet sie den entsprechenden Gewerken und Systemen zu. Ändern sich während der Planung oder Ausführung Anforderungen (z. B. zusätzlicher Materialbedarf), werden die Mengen entsprechend angepasst, um etwaige Mehrkosten (Nachträge) transparent zu dokumentieren.

Funktions- und Strangschema – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung des technischen Funktionsprinzips

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Systemgrenzen
Hauptkomponenten
Funktionsabläufe

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Entwurfsfreigabe, Genehmigungsfähigkeit

Erläuterung

Ein Funktions- und Strangschema ist eine schematische Darstellung, die das technische Funktionsprinzip einer Anlage veranschaulicht. In der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 nach HOAI) zeigt es beispielsweise, wie Heiz- und Kühlsysteme oder Lüftungsanlagen aufgebaut sind und miteinander vernetzt werden. Dabei werden Systemgrenzen, Hauptkomponenten und die Fließrichtungen der Medien dargestellt. Solche Schemata schaffen ein gemeinsames technisches Verständnis zwischen den Planern, Auftraggebern und Betreibern und dienen der Abstimmung im Planungsteam. Sie sind außerdem oft Grundlage für die Genehmigungsplanung gegenüber Behörden.

Baudokumentation / Bautagebuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bautagebuch

Zweck & Geltungsbereich

Nachvollziehbare Dokumentation des Bau- und Montageprozesses

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Baufortschritt
Abweichungen
besondere Ereignisse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Nachtragsmanagement, Beweissicherung

Erläuterung

Das Bautagebuch ist ein fortlaufendes Protokoll aller relevanten Bau- und Montagearbeiten. Typischerweise werden tägliche Einträge gemacht mit Datum, beteiligten Firmen, Baufortschritt sowie erkannten Mängeln oder Abweichungen vom Plan. Auch besondere Ereignisse wie Witterungsbedingungen oder Arbeitsunfälle werden dokumentiert. Ein lückenlos geführtes Bautagebuch schafft Transparenz über den gesamten Bauablauf und dient im Streitfall als wichtiges Beweismittel. Es unterstützt das Nachtragsmanagement, da es die tatsächlichen Abläufe und auftretenden Probleme nachvollziehbar festhält.

Prinzipschaltbild / Funktionsschema – LPH 2 (Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktionsschema (Prinzipschaltbild)

Zweck & Scope

Darstellung des grundsätzlichen technischen Wirkprinzips

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Systemgrenzen
Hauptkomponenten
Funktionsabläufe

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Konzeptabstimmung, Genehmigungsvorbereitung

Erläuterung

Das Prinzipschema in LPH 2 dient der frühen technischen Verständigung zwischen Auftraggeber, Fachplanung und ggf. Genehmigungsstellen. Es gibt einen schematischen Überblick über das grundsätzliche Zusammenspiel der Hauptkomponenten und Funktionsabläufe der Anlage. Dabei werden insbesondere die Systemgrenzen definiert, etwa Schnittstellen zu anderen Gebäudesystemen oder externen Diensten. Mit diesem Dokument lassen sich Missverständnisse vermeiden und erste Kostenschätzungen sowie behördliche Abstimmungen durchführen. Es dient als gemeinsame Referenz für alle Beteiligten, um das grundlegende Planungskonzept abzustimmen und Grundfunktionen der Anlage frühzeitig zu verifizieren.

Funktions- und Strangschema – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema

Zweck & Scope

Detaillierte Darstellung der Systemstruktur zur Ausführung

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Strangaufteilung
Regel- und Sicherheitseinrichtungen
Medienflüsse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Grundlage für Montage, Inbetriebnahme und Funktionsprüfung

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (LPH 5) wird das Prinzipschema zu einem detaillierten Strangschema ausgearbeitet. Alle Teilabschnitte der Anlage und ihre Verbindungen werden hier erfasst, inklusive Kabel- und Leitungsführungen, Schaltschemata und Sicherheitskreisen. Das Schema enthält ausführliche Angaben wie Kabellängen und -querschnitte, Pumpenkennlinien, Sensor- und Ventilparameter sowie Versorgungsspannungen. Dieses Dokument bildet die verbindliche Grundlage für die Installations- und Inbetriebnahmearbeiten vor Ort. Es wird als Teil der Bestandsdokumentation archiviert und dient später als Referenz für Wartungsarbeiten und Störungsanalysen.

Funktions- und Strangschema – LPH 7 (Vergabeergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabeabgleichs-Schema

Zweck & Scope

Abgleich zwischen geplanter und beauftragter Lösung

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18379 (VOB/C ATV); DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Hersteller- und Produktdaten Abweichungen Gleichwertigkeitsnachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Vertrags-, Gewährleistungs- und Betriebsmanagement

Erläuterung

Nach der Auftragsvergabe wird das Strangschema an die tatsächlich gelieferten Komponenten angepasst. Hersteller- und Produktdaten der ausgewählten Geräte werden eingepflegt. Dieses Vergabeabgleichsschema dokumentiert, wo sich technische Parameter (Messbereiche, Leistungswerte etc.) oder Ausführungen gegenüber der ursprünglichen Planung unterscheiden. Es enthält zudem Nachweise über gleichwertige Ersatzlösungen oder Nachträge. Dadurch lässt sich rückwirkend überprüfen, dass die eingebauten Komponenten den ursprünglichen Planvorgaben entsprechen. Das finale Schema ist Teil der Revisionsunterlagen und wichtig für Gewährleistungs- und Haftungsfragen.

Schnittstellen- / Gewerkematrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellenmatrix

Zweck & Scope

Klare Definition von Übergabepunkten und Verantwortlichkeiten

Relevante Regelwerke

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

Schnittstellen zu ELT, MSR, Bau
Zuständigkeiten
Abgrenzungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Vermeidung von Funktionslücken und Haftungsrisiken

Erläuterung

Die Schnittstellenmatrix ist ein zentrales Koordinationsinstrument, insbesondere bei nutzungsspezifischen Anlagen mit hoher Gewerkeverflechtung. Sie stellt übersichtlich dar, welche Fachgewerke (Elektro, MSR/GLT, Heizung/Lüftung, Bau etc.) für welche Teilsysteme zuständig sind. In der Matrix werden Übergabepunkte wie Signalübergaben, Energieübergaben oder Schnittstellenfunktionen festgelegt. Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten werden eindeutig zugewiesen. Dadurch können potenzielle Lücken oder Überschneidungen frühzeitig erkannt und korrigiert werden. So werden Haftungsrisiken minimiert und ein reibungsloser Gesamtbetrieb sichergestellt.

Herstellerinformationen zur Instandhaltung (Arbeitsmittel)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Hersteller-Wartungsinformationen

Zweck & Scope

Produktspezifische Vorgaben für sicheren Betrieb und Wartung

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Restgefahren Ersatzteilvorgaben

Verantwortlich

Hersteller

Praktische Nutzung

Grundlage für Gefährdungsbeurteilung und Wartungsplanung

Erläuterung

Die Herstellerinformationen, etwa Betriebs- und Wartungshandbücher, sind verbindlicher Bestandteil jeder technischen Anlage. Sie enthalten sicherheitsrelevante Angaben zu Wartungszyklen, zu vorhandenen Restrisiken (z. B. gespeicherte Energien) und zu empfohlenen Ersatzteilen. Nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) müssen diese Informationen bei der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden. Sie bilden die Grundlage für Prüfpläne und Wartungsanweisungen. Da sie verbindliche Vorgaben enthalten, müssen sie dem Betreiber vollständig bereitgestellt werden.

Informationen für die Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Informationssammlung Gefährdungsbeurteilung

Zweck & Scope

Zusammenstellung aller relevanten Gefährdungsinformationen

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Herstellerangaben
Betriebsbedingungen
Nutzungsszenarien

Verantwortlich

Betreiber (unter Nutzung verschiedener Quellen)

Praktische Nutzung

Vollständige und belastbare Gefährdungsbeurteilung

Erläuterung

Vor dem Betrieb muss für jede technische Anlage eine umfassende Gefährdungsbeurteilung erstellt werden. Dazu fasst der Betreiber alle relevanten Informationen zusammen: neben Herstellerangaben auch Daten zu den Betriebsbedingungen, Umweltbedingungen sowie typischen und extremen Nutzungsszenarien. Ziel ist es, alle potenziellen Gefährdungen (mechanisch, elektrisch, thermisch, chemisch etc.) systematisch zu erfassen. Die zusammengeführte Dokumentation stellt sicher, dass die Gefährdungsbeurteilung sachgerecht, vollständig und prüffähig erfolgt. Sie dient zugleich als Nachweis dafür, dass alle relevanten Gefährdungsaspekte berücksichtigt wurden.

Informationen zu Notfall- und Sofortmaßnahmen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Notfall- und Verhaltensanweisung

Zweck & Scope

Festlegung des Vorgehens bei Störungen oder Unfällen

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

Abschaltmaßnahmen
Alarmierung
Erste Hilfe

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Handlungssicherheit im Ereignisfall

Erläuterung

Für jede Anlage müssen für Störfälle und Notfälle klare Verhaltensregeln schriftlich festgelegt sein. Diese Anweisungen beschreiben das Vorgehen bei Unfällen oder Havarien: z. B. wie die Anlage sicher abgeschaltet werden kann, welche Alarmketten (z. B. interne Fachkräfte, Feuerwehr) zu aktivieren sind und welche Erste-Hilfe-Maßnahmen in der Anfangsphase zu treffen sind. Nach BetrSichV ist der Arbeitgeber verpflichtet, Betriebsanweisungen und Notfallpläne bereitzustellen. Diese Anweisungen sind integraler Bestandteil der betrieblichen Sicherheitsorganisation und werden in Unterweisungen vermittelt. Zudem dienen sie als Nachweis bei Audits und Prüfungen, dass im Notfall angemessen gehandelt werden kann.

Instandhaltungsplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsplan

Zweck & Scope

Strukturierte Planung aller Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen

Relevante Regelwerke

DIN EN 15331; DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Tätigkeiten
Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praktische Nutzung

Sicherstellung der Anlagenverfügbarkeit

Erläuterung

Der Instandhaltungsplan ist das zentrale Organisationsdokument für die laufende Pflege und Wartung der Anlage. Hier werden systematisch alle erforderlichen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten erfasst, einschließlich der erforderlichen Tätigkeiten, ihrer Intervalle, der benötigten Ressourcen und der jeweils verantwortlichen Person oder Firma. Gemäß DIN EN 13306 (Instandhaltungsterminologie) und DIN EN 15331 (Planung von Instandhaltungsdienstleistungen) stellt er sicher, dass kein Wartungsschritt übersehen wird. Der Plan dient auch als Nachweis gegenüber Auditoren oder Behörden, dass alle Wartungsmaßnahmen planmäßig durchgeführt werden. Durch regelmäßige Aktualisierung auf Basis tatsächlicher Inspektionsergebnisse bleibt er stets aktuell und gewährleistet die Anlagenverfügbarkeit.

Instandhaltungsplan / Wartungskalender

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungskalender

Zweck & Scope

Zeitliche Organisation der Instandhaltungsmaßnahmen

Relevante Regelwerke

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Termine
Prüfpunkte
Eskalationsfristen

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praktische Nutzung

Fristenkontrolle, Betreiberpflichten

Erläuterung

Der Wartungskalender ist das Instrument zur konkreten Terminierung aller geplanten Wartungs- und Prüfmaßnahmen. Er listet für jedes Wartungselement genaue Termine oder Fristen auf, ggf. mit Eskalationsstufen bei Nichteinhaltung. Typischerweise wird er digital geführt (z. B. in einem CAFM-System), um Erinnerungen und Statuskontrolle zu ermöglichen. Mit dem Kalender können Fristen übersichtlich verwaltet und kontrolliert werden. Er dient zugleich als Nachweis gegenüber Behörden oder Versicherungen, dass alle Prüfungen und Wartungen fristgerecht eingehalten werden.

Instandhaltungsbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- / Instandhaltungsbericht

Zweck & Scope

Nachweis durchgeführter Maßnahmen und Zustandsbewertung

Relevante Regelwerke

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Befunde
Mängel
Maßnahmen
Empfehlungen

Verantwortlich

Instandhaltungsingenieur

Praktische Nutzung

Audit-, Versicherungs- und Haftungsnachweis

Erläuterung

Instandhaltungsberichte halten fest, welche Wartungs- und Prüfmaßnahmen tatsächlich ausgeführt wurden, und dokumentieren den aktuellen Zustand der Anlage. Sie enthalten Befunde und Feststellungen (z. B. Verschleiß, Korrosion, Schäden), die behobenen Mängel sowie Empfehlungen für weitergehende Maßnahmen. Dieser Bericht dient als rechtlich relevanter Nachweis gegenüber Versicherungen, Audits und im Haftungsfall. Ein lückenlos geführtes Protokoll ermöglicht es außerdem, Trends im Anlagenverschleiß zu erkennen und die Instandhaltungsstrategie kontinuierlich zu verbessern.

Inventarliste

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Inventarliste

Zweck & Scope

Vollständige Erfassung aller Anlagenteile und Komponenten

Relevante Regelwerke

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Anlagen- und Komponentenliste
Standort
Serien-/Inventarnummern
Baujahr

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praktische Nutzung

Instandhaltungsmanagement, Ersatzteilplanung, Auditnachweis

Erläuterung

Die Inventarliste bildet die Grundlage der Anlagenverwaltung und erfasst systematisch jedes einzelne Bauteil oder Gerät. Sie ermöglicht Transparenz über den Umfang und Zustand aller nutzungsspezifischen Anlagen und unterstützt gezielte Instandhaltungs- und Prüfmaßnahmen. Nach DIN EN 13306 müssen Objekte als Teil- oder Gesamtsysteme eindeutig identifiziert werden; die Inventarliste stellt dies sicher, indem sie Geräte, Standorte und Wartungsintervalle dokumentiert. Dadurch können Wartungs- und Prüfpflichten eindeutig zugeordnet, Inspektionspläne erstellt und Ersatzteile vorausschauend bestellt werden. Eine gepflegte Inventarliste im CAFM-System ermöglicht schnelle Störungsreaktionen, erleichtert das Budgetieren von Ersatzteilen und dient als wichtiger Auditnachweis für betriebssichere Anlagen.

Ergebnisdokument zur Aufgabenklärung (HOAI)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufgabenklärungsprotokoll

Zweck & Scope

Eindeutige Festlegung der technischen, funktionalen und rechtlichen Anforderungen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Nutzungsanforderungen
Schutzziele
Randbedingungen
Abgrenzungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Grundlage für Planung, Genehmigung und spätere Betriebsführung

Erläuterung

Die Aufgabenklärung (Grundleistungen nach HOAI LPH 1) dient der präzisen Festlegung der Projektziele, Randbedingungen und Systemanforderungen vor Beginn der Fachplanung. Gemäß HOAI muss der Planer in der Grundlagenermittlung die Aufgabenstellung klären, Ortsbesichtigungen durchführen und die Ergebnisse dokumentieren. Dabei sind technische Funktionen, Sicherheits- und Nutzeranforderungen sowie rechtliche Vorgaben klar zu definieren. Diese fundierte Aufgabenklärung minimiert spätere Planänderungen, Nutzungskonflikte und Kostentreiber. Sie legt auch fest, welche Normen (z. B. BetriebssicherheitsVO, DIN-Vorschriften) und Schnittstellen (etwa zur Gebäudeautomation) zu berücksichtigen sind. Ein formales Aufgabenklärungsprotokoll schafft Transparenz für alle Beteiligten und bildet die verbindliche Basis für die weitere Planung und Genehmigung.

Kostenschätzung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenschätzung

Zweck & Scope

Frühe Abschätzung der Investitionskosten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Vergleichswerte
grobe Mengen
Kostenspannen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Projektentscheidung, Budgetrahmen

Erläuterung

Die Kostenschätzung erfolgt üblicherweise in der Vorplanung (LPH 2 nach HOAI) und dient der groben Ermittlung der Investitionskosten. Sie basiert auf Kostenkennwerten, historischen Daten und groben Mengenschätzungen. Ziel ist es, einen initialen Budgetrahmen zu bilden und verschiedene Varianten zu vergleichen. Gemäß HOAI gehört die Kostenschätzung nach DIN 276 zum Pflichtumfang der Vorplanung. Sie wird häufig mit Hilfe von Erfahrungswerten aus ähnlichen Projekten und Aufmaßschätzungen erstellt. Eine transparente Kostenschätzung ermöglicht dem Auftraggeber eine fundierte Investitionsentscheidung und stellt sicher, dass das Projekt finanziell realisierbar ist. Frühzeitige Kostenermittlungen nach DIN 276 schaffen Vertrauen zwischen Bauherr und Fachplanern und legen die Grundlage für weitere Kostenkontrollen.

Kostenberechnung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenberechnung

Zweck & Scope

Detaillierte Ermittlung der voraussichtlichen Investitionskosten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Kosten nach Kostengruppen
Mengen
Einheitspreise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Budgetfreigabe, Variantenvergleich

Erläuterung

Die Kostenberechnung wird in der Entwurfsplanung (LPH 3 nach HOAI) angefertigt und ermittelt die zu erwartenden Kosten im Detail. Sie stützt sich auf konkrete Mengenermittlungen und Einheitspreise, etwa aus Leistungsverzeichnissen oder Herstellerangaben. Nach DIN 276 wird dabei jede Kostengruppe durchgerechnet; beispielsweise werden für nutzungsspezifische Anlagen oft die Gruppen 400 (Technische Anlagen) und die Untergruppen (z. B. 440 für elektrische Anlagen, 450 für Sicherheits- und Informationstechnik) relevant. Die Kostenberechnung folgt der Kostenschätzung nach, berücksichtigt nun genauere Planungsergebnisse und soll eine verlässliche Kalkulation bieten. Sie ermöglicht den Kostenvergleich verschiedener Ausführungsvarianten und ist entscheidend für die Freigabe des Budgets. Durch die schrittweise HOAI-konforme Vorgehensweise kann der Auftraggeber die Finanzierung frühzeitig absichern.

Kostenfeststellung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenfeststellung

Zweck & Scope

Dokumentation der tatsächlich angefallenen Kosten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Abrechnungsergebnisse
Abweichungsanalyse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Kostencontrolling, Benchmarking im FM

Erläuterung

Die Kostenfeststellung am Ende des Projekts dokumentiert die real angefallenen Kosten und vergleicht sie mit der ursprünglichen Planung. Sie ist Bestandteil der Objektüberwachung (LPH 8 nach HOAI). In diesem Schritt werden Rechnungen ausgewertet, Abweichungen von der Kostenschätzung analysiert und das finale Budget ermittelt. Eine lückenlose Kostenfeststellung gewährleistet eine durchgängige Transparenz von der Planung bis zum Betrieb. Sie bildet die Grundlage für das Kostencontrolling und kann als Benchmark für künftige Projekte im Facility Management dienen. Zudem ist sie oft Teil der Abnahmedokumente und wichtig für eine rechtssichere Übergabe an den Betreiber.

Objektbegehungs- / Bestandsprotokoll

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestandsprotokoll

Zweck & Scope

Erfassung des baulichen und technischen Ist-Zustands

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Gebäudestruktur
vorhandene Anlagen
Restriktionen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Planungsgrundlage, Risikominimierung

Erläuterung

Im Rahmen der Grundlagenermittlung nach HOAI (LPH 1) ist eine Ortsbesichtigung vorgeschrieben. Bei der Objektbegehung werden alle relevanten baulichen und technischen Gegebenheiten erfasst. Das Bestandsprotokoll dokumentiert Gebäudestruktur, vorhandene Systeme und eventuelle Mängel oder Hindernisse. Damit bildet es die unverzichtbare Basis für eine belastbare Planung. Durch die vollständige Bestandsaufnahme werden Planungsrisiken minimiert – potenzielle Probleme oder unklare Zustände, die sonst zu kostspieligen Nachträgen führen können, werden frühzeitig erkannt. Eine präzise Dokumentation des Ist-Zustands stellt sicher, dass die spätere Ausführungsplanung auf realistischen Informationen basiert. Darüber hinaus wird die Übereinstimmung der ausgeführten Anlage mit den Planungsanforderungen gesichert und eine verlässliche Grundlage für spätere Wartung und Erweiterungen geschaffen.

Planungskonzept für nutzungsspezifische Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Planungskonzept

Zweck & Scope

Festlegung des technischen Gesamtkonzepts

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Systemauswahl
Funktionsprinzip
Schnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Genehmigungsabstimmung, Entwurfsfreigabe

Erläuterung

Das Planungskonzept wird typischerweise in der Vorplanung (LPH 2 nach HOAI) erstellt und definiert das grundsätzliche technische Lösungsprinzip. Nach HOAI muss in der Vorplanung ein Konzept erarbeitet werden, das verschiedene Systemauslegungen und Alternativen umfasst. Es berücksichtigt frühzeitig Nutzeranforderungen, Ergebnisse aus Gefährdungsanalysen und einschlägige Normvorgaben. Das Konzept zeichnet schematisch alle relevanten Komponenten, Funktionen und Schnittstellen der Anlage auf und legt die Systemarchitektur fest. Es dient auch als zentrales Kommunikationsinstrument zwischen Bauherr, Behörden und Fachplanern. Auf Grundlage des Planungskonzepts werden Genehmigungsanträge vorbereitet und die Entwurfsplanung freigegeben. Es gewährleistet, dass die Anlage später funktional, sicherheitstechnisch und wirtschaftlich in die Gesamtgebäudetechnik integriert werden kann.

Anschluss- und Schnittstellenpläne für gelieferte Geräte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschluss- und Schnittstellenpläne

Zweck & Scope

Darstellung aller Medien-, Energie- und Steueranschlüsse

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

elektrische Anschlüsse
Medienanschlüsse
Steuer-/Meldeschnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Montage, Inbetriebnahme, Wartung

Erläuterung

Die Anschluss- und Schnittstellenpläne stellen sicher, dass alle gelieferten Geräte fachgerecht an das Gebäude angeschlossen werden. Nach VOB/C müssen beispielsweise elektrische Übersichts- und Anschlusspläne gemäß DIN EN 61082 erstellt werden. Diese Pläne enthalten alle erforderlichen Details zu Medienanschlüssen (Strom, Wasser, Druckluft, etc.) und Steuerleitungen. Sie zeigen Kabelführungen, Anschlussklemmen, Rohranschlüsse sowie Befestigungspunkte exakt auf. Dadurch werden Montage- und Inbetriebnahmefehler vermieden, denn Installateure erhalten alle notwendigen Informationen, um die Geräte ohne Fehlanschlüsse in die Infrastruktur zu integrieren. Im laufenden Betrieb sind diese Pläne zudem wichtige Unterlagen für Wartung und Fehlersuche, da sie den genauen Anschluss der Anlage dokumentieren und somit Änderungen oder Reparaturen erleichtern.

Leistungs- und Funktionsprüfungen (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Leistungs- und Funktionsprotokoll

Zweck & Scope

Nachweis der ordnungsgemäßen Funktion

Relevante Regelwerke

HOAI

Key Elements

Messwerte
Soll-/Ist-Vergleich
Abweichungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Abnahme, Betriebssicherheit, Auditnachweis

Erläuterung

Die Leistungs- und Funktionsprüfungen (z. B. Abnahmeprotokolle) dokumentieren, dass die Anlage die vertraglich vereinbarten Funktionen erfüllt. Sie werden im Rahmen der Inbetriebnahme erstellt und bilden Grundlage für die Abnahme der Anlage. So belegen Funktionsprüfprotokolle, dass alle Komponenten korrekt kalibriert und eingestellt sind und alle Grenzwerte eingehalten werden. Diese Prüfungen stützen sich auf normative Vorgaben (z. B. DIN VDE, VDI-Richtlinien, Betriebssicherheits-Verordnung) und müssen von fachkundigem Personal durchgeführt werden. Gemäß den einschlägigen DGUV-Informationen dienen sie zudem als Referenz für wiederkehrende Prüfungen und Instandhaltungszyklen. Die Abnahmeprotokolle sind unverzichtbar für die rechtssichere Übergabe der Anlage: Sie sichern die Haftung des Auftragnehmers und ermöglichen dem Betreiber, die Betriebs- und Wartungssicherheit nachzuweisen. Im Facility Management dienen sie schließlich als Basis für zukünftige Inspektionen und Audits.

Bauphysikalische und statische Nachweise (Dämm- und Brandschutzarbeiten)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauphysikalischer / statischer Nachweis

Zweck & Scope

Sicherstellung von Tragfähigkeit, Feuer- und Wärmeschutz

Relevante Regelwerke

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Materialkennwerte
Feuerwiderstand
Befestigungsnachweise

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praktische Nutzung

Abnahme, Betriebssicherheit, Nachweisführung

Erläuterung

Bauphysikalische und statische Nachweise sind für Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen vorgeschrieben. Nach DIN 18421 (VOB/C ATV „Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen“) müssen Wärmedämmungen nach DIN 4140 ausgeführt und Brandschutzkonstruktionen entsprechend den Zulassungsnachweisen errichtet werden. Damit ist sichergestellt, dass Dämmstoffe und Brandschutzmaterialien geeignete Eigenschaften erfüllen. Statische Nachweise (etwa Berechnungen zur Tragfähigkeit von Befestigungen) garantieren, dass schwere Rohrleitungen oder Aggregate sicher verankert sind. Im Ergebnis dokumentieren die Nachweise die Einhaltung von Grenzwerten für Brandwiderstand und Wärmedurchgang sowie die fachgerechte Dimensionierung der Montage. Sie sind zwingend für die Abnahme der Bauleistungen und bilden einen wichtigen Teil der sicherheitstechnischen Unterlagen. Nur mit diesen Nachweisen kann sichergestellt werden, dass die Anlagen baulich ordnungsgemäß integriert sind und im Betrieb die geforderten Schutzfunktionen erbringen.

Preisliste für technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Preisliste

Zweck & Scope

Transparente Darstellung der Kostenstruktur technischer Komponenten gemäß den Kostengruppen der DIN 276

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 276

Wesentliche Inhalte

Einzelpreise
Optionen
Wartungs- und Ersatzteilkosten
Kostenkennwerte nach DIN 276

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praktische Nutzung

Budgetierung, Variantenvergleiche, Lebenszykluskostenbewertung, Nachtragsprüfung

Erläuterung

Die Preisliste dient als Werkzeug für die Kostenkontrolle, die Auswahl von Varianten und die langfristige Budgetplanung. DIN 276 definiert ein standardisiertes Kostengruppensystem und Bezugsgrößen, mit dem alle investiven Baukosten erfasst werden. Mit Hilfe von Einzelpreisen, Optionen und Angaben zu Wartungs- und Ersatzteilkosten kann das Facility-Management die wirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Lösungen beurteilen und im Sinne der Lebenszykluskosten optimieren.

Protokoll zur Mängelbeseitigung aus der Abnahme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mängelbeseitigungsprotokoll

Zweck & Scope

Dokumentation der Beseitigung festgestellter Abnahmemängel, einschließlich Nachbesserungsfristen

Relevante Regelwerke

HOAI; VOB/B; BGB

Wesentliche Inhalte

Mangelbeschreibung
Maßnahmen
Fristen
Bestätigung der Abstellung
Fotos und Anlagen

Verantwortlich

Fachplaner TGA; Bauleitung

Praktische Nutzung

Gewährleistungs- und Haftungsmanagement; Grundlage für vertragliche Ansprüche und Kostenrückstellungen

Erläuterung

Bei der förmlichen Abnahme von Bauleistungen müssen Mängel detailliert dokumentiert werden. Ein sorgfältiges Abnahmeprotokoll sollte Ort und Datum, alle beteiligten Parteien, die abgenommene Leistung, die Mängelliste, Fristen für die Nachbesserung sowie eventuelle Vorbehalte enthalten. Jeder Mangel ist einzeln zu beschreiben – mit Ort/Position, betroffenen Bauteilen, Art und Ausdehnung des Schadens. Das Mängelbeseitigungsprotokoll hält die Durchführung der Maßnahmen fest und bestätigt den vertragsgemäßen Zustand. Es bildet eine belastbare Grundlage für Gewährleistungsansprüche und schützt sowohl Auftraggeber als auch Betreiber vor Haftungsrisiken.

Protokoll über besondere Unterweisungen für Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unterweisungsprotokoll

Zweck & Scope

Nachweis arbeitsmittelspezifischer Unterweisungen vor erstmaliger Benutzung und mindestens jährlich

Relevante Regelwerke

BetrSichV § 12; DGUV Vorschrift 1; DGUV Regel 100-001

Wesentliche Inhalte

Unterweisungsthemen
Teilnehmende
Datum
Unterschriften von Unterweisenden und Unterwiesenen

Verantwortlich

Arbeitgeber bzw. Unternehmer

Praktische Nutzung

Nachweis der Erfüllung der Arbeitsschutzpflichten gegenüber Aufsichtsbehörden und Berufsgenossenschaften

Erläuterung

Gemäß § 12 BetrSichV müssen Beschäftigte vor der ersten Benutzung von Arbeitsmitteln über die spezifischen Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und das Verhalten im Notfall unterwiesen werden; die Unterweisung ist mindestens einmal jährlich zu wiederholen und schriftlich zu dokumentieren. Laut BG Verkehr müssen Unterweisungen schriftlich dokumentiert werden; die Dokumentation enthält Thema, Datum sowie die Unterschriften der Teilnehmenden und des Unterweisenden. Das Protokoll belegt, dass die Beschäftigten fachgerecht informiert und befähigt sind, nutzungsspezifische Arbeitsmittel sicher zu bedienen, und dient im Schadensfall als haftungsrechtlicher Nachweis.

Prüfbuch für elektrische Anlagen und Betriebsmittel (auf Anforderung der BG)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unterweisungsprotokoll

Zweck & Scope

Nachweis arbeitsmittelspezifischer Unterweisungen vor erstmaliger Benutzung und mindestens jährlich

Relevante Regelwerke

BetrSichV § 12; DGUV Vorschrift 1; DGUV Regel 100-001

Wesentliche Inhalte

Prüfumfang
Messergebnisse
Prüffristen
Prüfer (Elektrofachkraft)

Verantwortlich

Arbeitgeber bzw. Unternehmer

Praktische Nutzung

Nachweis der Erfüllung der Arbeitsschutzpflichten gegenüber Aufsichtsbehörden und Berufsgenossenschaften

Erläuterung

Die DGUV Vorschrift 3 verpflichtet den Unternehmer, dafür zu sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel vor der ersten Inbetriebnahme und danach in bestimmten Abständen auf ihren ordnungsgemäßen Zustand geprüft werden. Die Prüfintervalle müssen so bemessen sein, dass entstehende Mängel rechtzeitig festgestellt werden; auf Verlangen der Berufsgenossenschaft ist ein Prüfbuch mit den relevanten Eintragungen zu führen. Dieses Prüfbuch dokumentiert Prüfumfang, Messergebnisse, Fristen und verantwortliche Elektrofachkräfte und ermöglicht eine lückenlose Nachweisführung gegenüber Aufsichtsbehörden.

Raumbuch (gesamt)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Raumbuch

Zweck & Scope

Raumbezogene Erfassung der technischen Ausstattung und Nutzungsdaten; Basis für Betrieb und Instandhaltung

Relevante Regelwerke

VDI 3810-2; VDI 6023-1/-3; VDI 6070-1; VDI-MT 3810-1; DIN 276

Wesentliche Inhalte

Raumdaten (Abmessungen, Nutzung)
Anlagenzuordnung
Wartungsrelevanz
Medienanschlüsse

Verantwortlich

Objektplaner und Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Betrieb, Instandhaltung, Flächenmanagement, Umbauplanung

Erläuterung

Das Raumbuch ist ein zentrales Dokument der technischen Gebäudeausrüstung. Eine sorgfältige Erfassung der Räume mit ihren Installationen bildet die Grundlage für Planung, Ausführung und Betrieb. VDI 6023 beschreibt das Raumbuch als Basis der Planung von Trinkwasserinstallationen: es dokumentiert für jeden Raum die Art und Anzahl der Entnahmestellen, Volumenströme, Nutzungsdetails und Anschlüsse, unterstützt die richtige Dimensionierung und erleichtert die Inbetriebnahme. Allgemein dient das Raumbuch als baubeschreibendes Dokument, das Dimensionen, Nutzung, Oberflächen und technische Ausstattung je Raum enthält. Im Facility-Management ermöglicht die raumweise Dokumentation eine strukturierte Zuordnung von Wartungsaufgaben, erleichtert Umbau- und Umnutzungsplanungen und dient als Grundlage für Flächenbewirtschaftung.

Raumbuch – technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technisches Raumbuch (Leistungsphase 2)

Zweck & Scope

Festlegung technischer Anforderungen je Raum in der Vorplanung: Medienbedarfe, technische Randbedingungen

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 1988-200; VDI 3810; DIN 276

Wesentliche Inhalte

Medienbedarfe (Wasser, Strom, Daten)
technische Randbedingungen
erste Ausstattungsoptionen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Planungsabstimmung, Kostenschätzung, Variantenanalyse

Erläuterung

In der Vorplanung (Leistungsphase 2 der HOAI) werden die funktionalen und technischen Anforderungen an jeden Raum definiert. Diese Phase dient der Grobdimensionierung und legt die Medienbedarfe sowie die Randbedingungen fest. Durch frühzeitige raumbezogene Festlegungen können Planungsvarianten verglichen und Kosten nach DIN 276 abgeschätzt werden. Ein technisch strukturiertes Raumbuch ermöglicht die koordinierte Planung zwischen Bauherr, Architekt und Fachplanern und bildet die Basis für die weitere Entwurfsplanung.

Raumbuch – technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technisches Raumbuch (Leistungsphase 3)

Zweck & Scope

Konkretisierung der technischen Ausstattung je Raum, Festlegung von Geräten und Leistungsdaten

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 6026; VDI 3810; DIN 276

Wesentliche Inhalte

Gerätefestlegung
Leistungsdaten
Schnittstellenangaben
Sicherheitsanforderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Entwurfsfreigabe, Genehmigungsplanung, Ausschreibung

Erläuterung

Die Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 der HOAI) konkretisiert die technische Ausstattung je Raum. Geräte, Leistungsdaten und Schnittstellen werden festgelegt, um die Entwurfsfreigabe zu erreichen. Das Raumbuch wird fortgeschrieben und stellt sicher, dass Planungsentscheidungen mit der vorgesehenen Nutzung und späteren Betriebsführung übereinstimmen. Die kontinuierliche Dokumentation ermöglicht eine konsistente Übergabe zwischen den Planungsphasen und erleichtert die Erstellung von Ausschreibungsunterlagen.

Auditunterlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Auditdokumentation

Zweck & Scope

Nachweis norm- und betriebskonformer Zustände; Vorbereitung, Durchführung und Dokumentation interner und externer Audits

Relevante Regelwerke

VDI 6026; ISO 9001; ISO 14001; VDI 3810; VDI 6025; HOAI

Wesentliche Inhalte

Prüfkriterien
Auditplan
Ergebnisse
Maßnahmen
Abweichungen
Wirksamkeitsnachweise

Verantwortlich

Betreiber / Auditor

Praktische Nutzung

Vorbereitung von Zertifizierungen, Behördenprüfungen, internen Reviews und kontinuierlicher Verbesserung

Erläuterung

Die VDI-Richtlinie 6026 Blatt 1 stellt Anforderungen an den Umfang und die Beschaffenheit der Planungs-, Ausführungs- und Revisionsunterlagen in Projekten der Technischen Gebäudeausrüstung; sie führt Dokumentationstabellen ein, beschreibt Informationsgehalte je Planungsphase und hebt die Schnittstellen zwischen den Gewerken hervor. Eine lückenlose Auditdokumentation belegt die Einhaltung technischer und organisatorischer Anforderungen und erleichtert die Fehlersuche sowie die Nachbearbeitung abgeschlossener Phasen. Auditunterlagen sind damit essenziell für Zertifizierungen (z. B. ISO 9001, ISO 14001) und für Prüfungen durch Behörden oder Berufsgenossenschaften.

Berechnung von Schadstoff-/Emissionen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Emissionsberechnung

Zweck & Scope

Bewertung potenzieller Schadstoff- und Emissionsquellen; Nachweis der Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte

Relevante Regelwerke

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) § 27; TA Luft; DIN EN 16258

Wesentliche Inhalte

Emissionsquellen
Berechnungsmethoden
Ergebnisse
Vergleich mit Grenzwerten
Maßnahmen zur Emissionsminderung

Verantwortlich

Fachplaner TGA; Umweltgutachter

Praktische Nutzung

Umwelt- und Genehmigungsnachweise; Grundlage für baurechtliche Verfahren und Zertifizierungen

Erläuterung

Nach § 27 BImSchG müssen Betreiber genehmigungsbedürftiger Anlagen eine Emissionserklärung abgeben, die Art, Menge sowie die räumliche und zeitliche Verteilung der in die Luft abgegebenen Schadstoffe enthält; die Bundesregierung kann Verfahren, Fristen und Berechnungen regeln. Die Emissionsberechnung dient dazu, potenzielle Umweltbelastungen zu bewerten, Grenzwerte der TA Luft einzuhalten und Genehmigungsanforderungen zu erfüllen. Besonders bei sensiblen Nutzungen – etwa in Laboren oder Produktionsanlagen – ist die modellgestützte Berechnung von Emissionen ein wesentlicher Bestandteil der Umwelt- und Genehmigungsunterlagen.

Schlitz- und Durchbruchspläne (LPH 5 Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz- und Durchbruchspläne

Zweck & Scope

Festlegung der baulichen Öffnungen (Schlitze, Durchbrüche) für technische Anlagen; Koordination zwischen Gewerken

Relevante Regelwerke

HOAI § 55 (Leistungsphase 5); VDI 6026; VDI 6023; Musterbauordnung; Brandschutzregeln

Wesentliche Inhalte

Lage und Abmessungen der Öffnungen
Anforderungen des Brandschutzes
Koordinationshinweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA; Objektplaner; Tragwerksplaner

Praktische Nutzung

Baukoordination, Kollisionsvermeidung, technische Dokumentation für ausführende Unternehmen

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 der HOAI) müssen die Schlitz- und Durchbruchspläne erstellt werden. HOAI § 55 weist der Ausführungsplanung einen wesentlichen Leistungsanteil zu und sieht einen Honorarabschlag vor, wenn Schlitz- und Durchbruchspläne nicht beauftragt werden. Die Erstellung dieser Pläne ist komplex, da mehrere Gewerke koordiniert werden müssen. Laut einem Leitfaden der IET-Berlin werden Funktions- und Strangschemata nach Abstimmung angepasst und passende Schlitz- und Durchbruchspläne angefertigt; dabei wird stets die Koordination der Gewerke berücksichtigt, um Bauverzögerungen zu vermeiden. Digitale Methoden wie BIM können den Prozess optimieren, indem sie die Schnittstellen zwischen Technischer Ausrüstung, Tragwerksplanung und Architektur transparent darstellen; dennoch bleibt die sorgfältige Planung der Öffnungen ein entscheidendes Element für die konfliktfreie Ausführung und die spätere Nachvollziehbarkeit baulicher Eingriffe.

Schlitz- und Durchbruchspläne (LPH 7 – Vergabeergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz- und Durchbruchspläne

Zweck & Scope

Festlegung aller baulichen Öffnungen für technische Anlagen nach Vergabe

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18381 (VOB/C ATV); DIN 18379 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Lage/Abmessungen
betroffene Bauteile
brandschutzrelevante Durchführungen
Zuständigkeiten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Baukoordination, Kollisionsvermeidung, Brandschutz- und Gewährleistungssicherheit

Erläuterung

Schlitz- und Durchbruchspläne sind zentrale Koordinationsdokumente zwischen Technischer Gebäudeausrüstung (TGA), Baukonstruktion und Brandschutz. Sie enthalten alle notwendigen Öffnungen und Schlitze in Wänden und Decken, die für Leitungen und Anlagen erforderlich sind. Die Erstellung erfolgt in enger Abstimmung mit Architekten und Tragwerksplanern, damit statische Belange berücksichtigt werden und die Tragfähigkeit der Bauteile nicht beeinträchtigt wird. Jede Durchdringung wird mit den erforderlichen Brandschutzdetails (z. B. zugelassene Brandschotts) geplant, sodass die feuertechnische Abschottung gewährleistet ist. Durch diese vorausschauende Planung werden ungeplante Kernbohrungen oder Durchbrüche während der Bauausführung vermieden – Konflikte auf der Baustelle, Verzögerungen und Mehrkosten lassen sich so reduzieren. Im Betrieb bieten die Pläne dem Facility Management eine wertvolle Informationsquelle: Bei Umbauten oder Installationsarbeiten ist sofort ersichtlich, wo bereits Durchlässe vorhanden sind und wie sie ausgeführt wurden. Insbesondere für die Wartung der Brandschutzmaßnahmen (Kontrolle von Feuerabschottungen) liefern sie einen vollständigen Überblick über alle relevanten Stellen. Damit tragen Schlitz- und Durchbruchspläne wesentlich dazu bei, die bauliche Infrastruktur der Anlagen über den gesamten Lebenszyklus sicher und dokumentiert zu erhalten.

Schnittstellenkatalog

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellenkatalog

Zweck & Scope

Systematische Erfassung und Abgrenzung aller gewerkeübergreifenden Schnittstellen

Relevante Regelwerke

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

Übergabepunkte
Leistungsabgrenzungen
Verantwortlichkeiten Informationsflüsse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Haftungsklarheit, Funktionssicherheit, konfliktfreier Betrieb

Erläuterung

Ein Schnittstellenkatalog nach VDI 6039 ist ein wesentliches Planungs- und Abstimmungsinstrument, das sämtliche technischen und organisatorischen Schnittstellen zwischen verschiedenen Gewerken und Systemen definiert. In diesem Dokument werden Übergabepunkte klar beschrieben, Leistungsgrenzen festgelegt und für jede Schnittstelle die Zuständigkeiten zugewiesen. Dadurch entstehen weder Überschneidungen noch Lücken in Verantwortlichkeiten – funktionale und rechtliche Risiken werden minimiert. Bereits in der Inbetriebnahmephase stellt der Schnittstellenkatalog sicher, dass alle beteiligten Anlagen nahtlos zusammenarbeiten und kein Aspekt übersehen wird. Im laufenden Betrieb dient er dem Facility Management als Referenz, um bei Störungen schnell die betroffene Systemschnittstelle und den zuständigen Fachbereich zu identifizieren. Dadurch können Probleme an Grenzstellen effizient behoben werden. Ebenso erleichtert der Schnittstellenkatalog spätere Änderungen oder Erweiterungen: Alle Verknüpfungen und Abhängigkeiten der technischen Anlagen sind übersichtlich dokumentiert, was Umbauplanungen vereinfacht und unerwünschte Wechselwirkungen zwischen Gewerken vermeidet.

Stromlauf- und Funktionspläne (LPH 5 – Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Stromlauf-/Funktionspläne

Zweck & Scope

Darstellung der elektrischen und funktionalen Zusammenhänge

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Energieversorgung
Steuer-/Regelkreise
Schutzfunktionen
Schnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Montage, Inbetriebnahme, Fehlersuche, Wartung

Erläuterung

Stromlauf- und Funktionspläne (elektrische Schemas) stellen sämtliche elektrischen Verbindungen, Steuer- und Regelkreise sowie Schnittstellen einer Anlage grafisch dar. Sie zeigen zum Beispiel, wie Energieversorgung, Steuergeräte, Sensoren und Aktoren miteinander verschaltet sind und welche Schutzfunktionen (z. B. Überstromschutzeinrichtungen oder Not-Aus-Schaltungen) vorgesehen sind. In der Ausführungsplanung (LPH 5) erstellt der TGA-Fachplaner diese Pläne mit allen für die Montage und Inbetriebnahme erforderlichen Angaben. Die Pläne dienen den ausführenden Firmen bei der Installation als zentrale Arbeitsgrundlage, da daraus Kabelzieher, Elektriker und Steuerungstechniker genau entnehmen können, welche Leitungen wohin führen und wie Komponenten anzuschließen sind. Normvorgaben (etwa für Symbole und Kennzeichnungen) werden dabei eingehalten, um Einheitlichkeit und Verständlichkeit zu gewährleisten. Im laufenden Betrieb sind die Stromlauf- und Funktionspläne unverzichtbare Referenzdokumente für Wartung und Störungsbehebung. Tritt eine Fehlfunktion auf, kann das Instandhaltungspersonal anhand der Pläne schnell nachvollziehen, welche Baugruppe betroffen ist und wie das System verschaltet ist. Auch für wiederkehrende Prüfungen nach DGUV-Vorschrift 3 (elektrische Sicherheit) oder Updates an der Anlage sind aktuelle Schaltpläne erforderlich, um sicher und effizient arbeiten zu können. Somit gewährleisten diese Unterlagen einen geordneten Betrieb und erleichtern künftige Erweiterungen oder Umbauten, da der bestehende Anlagenaufbau lückenlos dokumentiert ist.

Schutzkonzept für Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schutzkonzept

Zweck & Scope

Festlegung technischer, organisatorischer und personenbezogener Schutzmaßnahmen

Relevante Regelwerke

TRBS 1111; TRBS 1115

Wesentliche Inhalte

Gefährdungsarten
T-O-P-Maßnahmen
Verantwortlichkeiten
Wirksamkeitskontrollen

Verantwortlich

Arbeitgeber

Praktische Nutzung

Prävention, Unterweisung, Audit- und Behördennachweis

Erläuterung

Ein Schutzkonzept für Arbeitsmittel ist die operative Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung gemäß BetrSichV. Basierend auf der Identifikation aller Gefährdungsarten (mechanisch, elektrisch, ergonomisch etc.) legt das Konzept ein Bündel von Schutzmaßnahmen technischer, organisatorischer und personenbezogener Art fest (nach dem T-O-P-Prinzip: technische vor organisatorischen vor personenbezogenen Maßnahmen). Beispielsweise können technische Schutzmaßnahmen wie Schutzeinhausungen oder Not-Aus-Schalter definiert werden, flankiert von organisatorischen Vorgaben (Betriebsanweisungen, Wartungspläne) und persönlicher Schutzausrüstung für die Beschäftigten. Für jede Maßnahme werden im Konzept Verantwortlichkeiten benannt – etwa wer die Umsetzung überwacht und wer die Wirksamkeit prüft. Zudem sind Wirksamkeitskontrollen vorgesehen, um sicherzustellen, dass die Schutzmaßnahmen dauerhaft funktionieren (z. B. regelmäßige Prüfungen sicherheitsrelevanter Steuerungen gemäß TRBS 1115 oder Überprüfungen der Schutzeinrichtungen durch befähigte Personen). Das Schutzkonzept dient in der Praxis als Grundlage für Unterweisungen der Mitarbeiter und als Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden oder Unfallversicherungsträgern, dass alle erforderlichen Maßnahmen zum sicheren Betrieb der Arbeitsmittel getroffen und dokumentiert wurden. Es trägt damit unmittelbar zur Unfallprävention und rechtssicheren Organisation des Betriebs bei.

Herstellerunterlagen zur Vorbereitung der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Herstellerinformationen

Zweck & Scope

Bereitstellung produktspezifischer Gefährdungs- und Nutzungshinweise

Relevante Regelwerke

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

bestimmungsgemäße Verwendung
Restgefahren
Wartungs-/Prüfhinweise

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praktische Nutzung

Grundlage der Gefährdungsbeurteilung, Unterweisungen

Erläuterung

Herstellerunterlagen – insbesondere Betriebsanleitungen, sicherheitstechnische Datenblätter und Konformitätserklärungen – liefern die grundlegenden Informationen für die Gefährdungsbeurteilung eines Arbeitsmittels. Der Hersteller (bzw. Inverkehrbringer) ist verpflichtet, in verständlicher Form anzugeben, wie sein Produkt bestimmungsgemäß zu verwenden ist, welche Restrisiken trotz aller konstruktiven Schutzmaßnahmen bestehen und welche Wartungs- oder Prüfintervalle einzuhalten sind. Diese Angaben sind für den Arbeitgeber verbindlich in die betriebliche Gefährdungsbeurteilung und das Schutzkonzept zu übernehmen. So wird beispielsweise aus den Herstellerhinweisen ersichtlich, ob besondere Gefahren (z. B. Quetschstellen, heiße Oberflächen, Lärmemissionen) vorhanden sind und welche konkreten Schutzmaßnahmen oder Warnhinweise der Hersteller vorsieht. Durch die Einbeziehung der Originalunterlagen wird sichergestellt, dass produktspezifische Risiken korrekt bewertet und die vom Hersteller vorgesehenen Sicherheitsvorkehrungen im Betrieb tatsächlich umgesetzt werden. Praktisch dienen die Herstellerinformationen auch als Basis für die Mitarbeiterunterweisungen – die Beschäftigten müssen gemäß BetrSichV über alle relevanten Risiken und Nutzungshinweise aufgeklärt werden. Kurz gesagt: Ohne die Berücksichtigung der Herstellerdokumentation wäre eine rechtskonforme und fachgerechte Gefährdungsbeurteilung nicht möglich.

Unfall- und Schadensbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unfall-/Schadensbericht

Zweck & Scope

Dokumentation von Ereignissen mit Personen- oder Sachschäden

Relevante Regelwerke

BetrSichV; TRBS 3151 (TRGS 751)

Wesentliche Inhalte

Ereignisbeschreibung
Ursachenanalyse
Sofort-/Korrekturmaßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praktische Nutzung

Prävention, Versicherungs- und Behördenkommunikation

Erläuterung

Ein Unfall- und Schadensbericht dient der systematischen Dokumentation und Analyse von Betriebsereignissen, bei denen Personen verletzt wurden oder Sachschäden aufgetreten sind. In diesem Bericht werden Ablauf und Hergang des Ereignisses genau beschrieben (Wer war beteiligt? Was ist wann und wo passiert?), gefolgt von einer Ursachenanalyse. Die Ursachenbetrachtung umfasst sowohl unmittelbare Unfallursachen (z. B. technisches Versagen, Fehlbedienung) als auch zugrundeliegende organisatorische Mängel (z. B. unzureichende Schulung oder Wartung). Weiterhin hält der Bericht fest, welche Sofortmaßnahmen nach dem Ereignis ergriffen wurden (z. B. Erste Hilfe, Absicherung der Gefahrenstelle) und welche Korrektur- bzw. Präventionsmaßnahmen künftig umgesetzt werden, um einen ähnlichen Vorfall zu verhindern. Die Erstellung eines solchen Berichts liegt in der Verantwortung des Unternehmers und erfüllt zugleich gesetzliche Pflichten: Schwerwiegende Unfälle oder Beinaheunfälle im Zusammenhang mit Arbeitsmitteln müssen gemäß BetrSichV ggf. der Aufsichtsbehörde und dem Unfallversicherungsträger gemeldet werden. Ein aussagekräftiger Unfallbericht unterstützt bei der Kommunikation mit Versicherern und Behörden, da er als Nachweis dient, dass der Vorfall sorgfältig untersucht und angemessene Folgemaßnahmen eingeleitet wurden. Vor allem aber ist er ein Werkzeug zur Prävention: Aus jedem dokumentierten Schadensfall können Lehren gezogen und Arbeitsschutzmaßnahmen kontinuierlich verbessert werden, was langfristig die Sicherheit im Betrieb erhöht.

Ausschreibungsunterlagen mit leistungsbereichsspezifischen LV

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungsunterlagen

Zweck & Scope

Vergaberechtskonforme Beschreibung der zu erbringenden Leistungen

Relevante Regelwerke

HOAI; VOB/A 2019

Wesentliche Inhalte

Leistungsverzeichnisse
technische Spezifikationen
Schnittstellenhinweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Angebotsvergleich, Vertragsgrundlage, Nachtragsprävention

Erläuterung

Um Bau- oder Dienstleistungen rechtssicher zu vergeben, müssen Ausschreibungsunterlagen mit detaillierten Leistungsverzeichnissen (LV) erstellt werden. Diese Unterlagen beschreiben präzise und vollständig alle Leistungen, die vom Auftragnehmer erbracht werden sollen – abgestimmt auf den jeweiligen Leistungsbereich (z. B. separate LVs für Elektro, Lüftung etc.). Der TGA-Fachplaner erstellt das Leistungsverzeichnis gemäß HOAI-Leistungsphase 6 so, dass es den Vergabevorschriften (insbesondere VOB/A) entspricht und alle technischen Anforderungen enthält. Wichtige Inhalte sind neben den einzelnen Leistungspositionen auch technische Spezifikationen, Qualitätsstandards, geltende Normen sowie klare Hinweise auf Schnittstellen zu anderen Gewerken, damit jeder Bieter den gleichen Leistungsumfang annimmt. Sorgfältig strukturierte Ausschreibungsunterlagen gewährleisten, dass vergleichbare Angebote von verschiedenen Bietern eingehen – nur wenn alle dieselben Vorgaben haben, lässt sich später ein fairer Preis- und Qualitätsvergleich durchführen. Zudem bilden die Unterlagen die Vertragsgrundlage: Die im LV beschriebenen Leistungen werden verbindlicher Bestandteil des Bauvertrags. Dadurch werden Unklarheiten oder Interpretationsspielräume minimiert. Eine direkte Folge ist die Reduzierung von Nachträgen: Wenn alle Leistungen und Schnittstellen im Vorfeld klar definiert sind, sinkt das Risiko, dass Auftragnehmer später zusätzliche Vergütung verlangen, weil etwas „nicht beauftragt“ gewesen sei. Letztlich sichern vollständige und vergaberechtskonforme Ausschreibungsunterlagen einen transparenten Wettbewerb und einen reibungslosen Projektstart nach der Vergabe.

Vergabevorschlag

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabevorschlag

Zweck & Scope

Fachliche und wirtschaftliche Begründung der Zuschlagsentscheidung

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

Angebotsbewertung
Eignung
Preis-Leistungs-Abwägung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Nachweis ordnungsgemäßer Vergabe, Entscheidungsdokumentation

Erläuterung

Der Vergabevorschlag ist das dokumentierte Ergebnis des Angebotsauswertungsprozesses in Leistungsphase 7 (Mitwirkung bei der Vergabe). In diesem Dokument legt der Fachplaner transparent dar, welcher Bieter den Zuschlag erhalten soll und warum. Hierzu werden die eingegangenen Angebote zunächst fachlich und rechnerisch geprüft (z. B. auf Vollständigkeit, Plausibilität und technische Konformität). Anschließend erfolgt eine Bewertung der Angebote nach festgelegten Zuschlagskriterien – etwa in Form eines Preisspiegels und einer Punktwertung, die Qualität, Preis, Termine und Eignung der Bieter berücksichtigt. Der Vergabevorschlag enthält die Begründung der Auswahlentscheidung, zum Beispiel welche Firma das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat oder besondere Qualifikationen für das Projekt mitbringt. Dieses schriftliche Votum des Planers wird dem Bauherrn bzw. der Vergabestelle vorgelegt, die darauf basierend die endgültige Zuschlagsentscheidung trifft. Der Nutzen eines Vergabevorschlags liegt vor allem in der Dokumentation und Nachvollziehbarkeit: Bei internen Revisionen oder externen Prüfungen (etwa durch Rechnungsprüfer oder Vergabekontrolleure) kann so jederzeit belegt werden, dass das Vergabeverfahren fair, transparent und nach sachlichen Kriterien ablief. Gerade bei öffentlichen Aufträgen ist eine solche Dokumentation unerlässlich, um die Rechtmäßigkeit der Vergabe zu belegen und im Falle von Bieterfragen oder -rügen belastbare Entscheidungsgrundlagen vorweisen zu können. Insgesamt schafft der Vergabevorschlag Rechtssicherheit und Klarheit darüber, wie die Zuschlagsentscheidung zustande gekommen ist, und bildet einen abschließenden Schritt vor der Auftragserteilung.

Vermerk über das Ergebnis der regelmäßigen Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Überprüfungsvermerk Gefährdungsbeurteilung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der turnusmäßigen und anlassbezogenen Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung

Relevante Regelwerke

Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

Wesentliche Inhalte

Anlass der Überprüfung
Bewertungsergebnis
Änderungsbedarf
Datum/Verantwortliche

Verantwortlich

Arbeitgeber/Unternehmer

Praktische Nutzung

Revisionssicherer Nachweis gegenüber Behörden und Auditoren

Erläuterung

§ 3 Abs. 7 BetrSichV verlangt, dass die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig überprüft und an den Stand der Technik angepasst wird. Der Arbeitgeber muss die Beurteilung unverzüglich aktualisieren, wenn sich Arbeitsbedingungen ändern, neue Erkenntnisse vorliegen oder Schutzmaßnahmen unwirksam sind; ist keine Aktualisierung erforderlich, ist das Datum der Überprüfung zu dokumentieren. Der Überprüfungsvermerk dokumentiert somit die dynamische Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung und belegt die kontinuierliche Wahrnehmung der Betreiberpflichten.

Verpflichtung der Lieferanten zur Einhaltung arbeitsschutzrechtlicher Anforderungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lieferantenverpflichtung Arbeitsschutz

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der Einhaltung von Arbeitsschutzvorgaben bei Lieferung, Montage und Bereitstellung

Relevante Regelwerke

DGUV Vorschrift 1 (Grundsätze der Prävention)

Wesentliche Inhalte

Einhaltung der Arbeitsschutzregeln
Unterweisungen
Bereitstellung von Nachweisen

Verantwortlich

Auftraggeber (Besteller)

Praktische Nutzung

Haftungsminimierung, Fremdfirmenmanagement

Erläuterung

Nach § 5 Abs. 2 DGUV Vorschrift 1 hat der Unternehmer, der einen Auftrag zur Lieferung von Arbeitsmitteln, Ausrüstungen oder Arbeitsstoffen erteilt, den Auftragnehmer schriftlich zu verpflichten, die für Sicherheit und Gesundheitsschutz einschlägigen Anforderungen einzuhalten. Dieser Vertrag stellt sicher, dass Arbeitsschutzanforderungen bereits in der Beschaffungskette verankert werden und reduziert Schnittstellen- und Haftungsrisiken.

Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Dokumentation aller Instandhaltungsmaßnahmen

Relevante Regelwerke

VDMA 24186-0

Wesentliche Inhalte

Anlagenbeschreibung
Wartungs-/Prüfpunkte
Befunde
Maßnahmen

Verantwortlich

Instandhaltungsfachkraft/Wartungsingenieur

Praktische Nutzung

Nachweis der Betreiberpflichten, Versicherungs- und Auditnachweise

Erläuterung

Das VDMA-Einheitsblatt 24186 gibt ein einheitliches Format für Wartungsdokumentationen vor. Es enthält eine Beschreibung der ausgeführten Tätigkeiten, eine Auflistung der Komponenten (Antrieb, Steuerung, Sicherheitselemente), eine Zustandsbewertung („mängelfrei“/„Wartung erforderlich“) sowie den Nachweis von eingesetzten Ersatzteilen und Prüfintervallen. Diese strukturierte Erfassung schafft Transparenz, erleichtert die Budgetplanung und erhöht die Auditfähigkeit. Für nutzungsspezifische Anlagen bildet sie die zentrale Grundlage für einen sicheren und nachvollziehbaren Betrieb.

Instandhaltungsplanung und -organisation

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungs- und Organisationskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Planung und Strukturierung aller Wartungs-, Inspektions- und Instandsetzungsmaßnahmen

Relevante Regelwerke

HOAI (insbesondere Anlage 15 LPH 6)

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Verantwortlichkeiten
Ersatzteilstrategie
Eskalationsprozesse

Verantwortlich

Fachplaner Technische Ausrüstung (TGA)

Praktische Nutzung

Sicherstellung von Verfügbarkeit und Betriebssicherheit

Erläuterung

Die HOAI sieht in Leistungsphase 6 der Technischen Ausrüstung das Erarbeiten der Wartungsplanung und -organisation vor, einschließlich der Ausschreibung von Wartungsleistungen. Ein wirksames Instandhaltungskonzept basiert auf den Grundmaßnahmen der DIN 31051 – Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung. Es definiert Wartungsintervalle, Zuständigkeiten, Ersatzteilstrategien und Eskalationsprozesse. Eine solche strukturierte Organisation ist Voraussetzung für präventiven Betrieb und die Minimierung von Ausfall- und Folgekosten.

Wirtschaftlichkeitsnachweis für nutzungsspezifische Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der wirtschaftlichen Angemessenheit über den Lebenszyklus

Relevante Regelwerke

HOAI (insbesondere Anlage 15 LPH 2 & 3)

Wesentliche Inhalte

Investitionskosten
Betriebs- und Instandhaltungskosten
Variantenvergleich

Verantwortlich

Fachplaner Technische Ausrüstung (TGA)

Praktische Nutzung

Entscheidungsgrundlage für Betreiber und Investoren

Erläuterung

Bereits in der Vorplanung (LPH 2) verlangt die HOAI die Untersuchung alternativer Lösungsmöglichkeiten einschließlich einer Wirtschaftlichkeitsvorbetrachtung. In der Entwurfsplanung (LPH 3) kann ein detaillierter Wirtschaftlichkeitsnachweis sowie eine Berechnung von Lebenszykluskosten erforderlich sein. Der Nachweis berücksichtigt Investitions-, Betriebs- und Instandhaltungskosten sowie Variantenvergleiche und bildet eine nachhaltige, kostenbewusste Entscheidungsgrundlage.

Grafische Darstellung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

System- und Prinzipschemata

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung des grundlegenden technischen Funktionsprinzips

Relevante Regelwerke

HOAI (Anlage 15 LPH 3)

Wesentliche Inhalte

Hauptkomponenten
Funktionszusammenhänge
Systemgrenzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Entwurfsabstimmung, Genehmigungsfähigkeit

Erläuterung

In der Entwurfsplanung werden das Planungskonzept durchgearbeitet und alle Systeme sowie Anlagenteile festgelegt. Die HOAI verlangt die Fortschreibung und Detaillierung der Funktions- und Strangschemata (System- und Prinzipschemata) sowie die zeichnerische Darstellung der Anlagen mit Angabe maßbestimmender Dimensionen. Diese schematischen Darstellungen ermöglichen die technische Verständlichkeit und Abstimmung zwischen Planung, Auftraggeber und künftigem Betrieb.

Grafische Darstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Detailpläne

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung zur Umsetzung und Montage

Relevante Regelwerke

HOAI (Anlage 15 LPH 5)

Wesentliche Inhalte

Leitungs-/Komponentenführung
Befestigungen
Details

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Grundlage für Montage, Qualitätssicherung, Inbetriebnahme

Erläuterung

Die Ausführungsplanung basiert auf der Entwurfs- und Genehmigungsplanung. Sie umfasst die zeichnerische Darstellung der Anlagen im abgestimmten Maßstab und Detaillierungsgrad sowie die Anpassung der Funktions- und Strangschemata. Weiterhin sind Schlitz- und Durchbruchspläne zu erstellen und die Montage- und Werkstattpläne der ausführenden Unternehmen zu prüfen. Diese Unterlagen dienen als verbindliche Grundlage für die Bauausführung, die Qualitätssicherung und die spätere Inbetriebnahme.

Grafische Darstellung – LPH 7 (Vergabeergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabeabgleichs- und Bestandsdarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Abgleich zwischen Planung und beauftragter Leistung

Relevante Regelwerke

HOAI (Anlage 15 LPH 6 & 7); DIN 18379 (RLT-Anlagen); DIN 18381 (Sanitär- und Heizungsanlagen)

Wesentliche Inhalte

Hersteller- und Produktdaten
Abweichungen
Gleichwertigkeitsnachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praktische Nutzung

Vertrags-, Gewährleistungs- und Betriebsmanagement

Erläuterung

In den Leistungsphasen 6 und 7 fordert die HOAI das Erstellen von Vergabeunterlagen, das Prüfen und Werten von Angeboten, das Führen von Bietergesprächen und das Erstellen von Vergabevorschlägen. Der Vergabeabgleich vergleicht Ausschreibungsergebnisse mit der Kostenberechnung und dokumentiert die Entscheidung. Für nutzungsspezifische Anlagen werden darüber hinaus hersteller- und produktspezifische Daten, Abweichungen vom Entwurf und Gleichwertigkeitsnachweise festgehalten, um die Konsistenz zwischen Planung, Vertrag und tatsächlicher Ausführung sicherzustellen. Diese Darstellungen bilden die Grundlage für Abnahme, Gewährleistungsansprüche und den sicheren Betrieb.